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Rückgrat der europäischen Industriestruktur

09.12.2014

Wettbewerbsfähigkeitsrat berücksichtigt österreichischen Ansatz – Europa als Leitbetriebe-Standort nachhaltig stärken.

„Europa muss sich auf seine Stärken konzentrieren. Die Beschlüsse der europäischen Wirtschaftsminister im Rahmen des Rates für Wettbewerbsfähigkeit zu Leitbetrieben sind daher sehr zu begrüßen. Denn als besonders innovative, stark vernetzte Unternehmen, bilden Leitbetriebe das Rückgrat der europäischen Industriestruktur“, so der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Christoph Neumayer. Aus Österreich sei bekannt, dass jene Unternehmen in der Regel in Netzwerken mit jeweils über 900 KMU agieren und besonders hohe Multiplikatoreffekte für Wertschöpfung und Beschäftigung bewirken. „Es ist ein erster richtiger Schritt, dass dies im Wettbewerbsfähigkeits-(WBF)-Rat entsprechend berücksichtigt wird und damit dieser österreichische Ansatz in Brüssel verankert werden konnte“, so Neumayer. Das diesbezügliche Engagement seitens des Wirtschaftsministeriums und von Staatssekretär Harald Mahrer habe sich sehr positiv ausgewirkt. Leitbetriebe und der Fokus auf gesamte Wertschöpfungsketten müssten fortan integraler Bestandteil der europäischen Industriepolitik sein. Als nächsten Schritt sei die EU-Kommission aufgerufen, zu untersuchen, wie die Rahmenbedingungen für Leitbetriebe entsprechend optimiert werden sollen.

Der WBF-Rat habe bei seiner Sitzung außerdem Stellung zum Thema intelligente Rechtssetzung bezogen. „Es ist wichtig, dass sich der Rat mit diesem Thema befasst. Was es nun aber braucht, ist eine glaubhafte Vermeidung und Begrenzung von Überregulierung auf europäischer wie auch nationaler Ebene. Hier kommt dem WBF-Rat künftig eine zentrale Rolle zu. Die angekündigte industriepolitische Roadmap der Kommission muss darüber hinaus konkrete Maßnahmen bezüglich Überregulierung sowie Antworten zu den dringlichsten Problemen vorlegen, insbesondere zur langfristigen Sicherung von Carbon-Leakage-Schutz und der Reduzierung von Energiekosten“, so der IV-Generalsekretär.

Autor/in:
Redaktion Color
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