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Schloss Neuschwanstein.

Solider Schutz im Schloss

04.12.2017

Auf den kostbaren Boden im Schloss Neuschwanstein wird ein PVC-Schutzbodenbelag mit exakter Kopie des originalen Mosaiks gelegt.

Blick in den Thronsaal: Kaum ein optischer Unterschied zwischen dem Original und dem PVC-Fotoboden.
Fotoboden und Originalboden im Thronsaal.

König Ludwig II. von Bayern ließ Schloss Neuschwanstein ab 1869 errichten. Neben den Wohn- und Dienerschaftsräumen gehören vor allem der Thronsaal und der Sängersaal zu den Hauptattraktionen im Inneren des Schlosses. Die Räume in Neuschwanstein werden jährlich von fast 1,5 Millionen Menschen besucht. Besonders im Sommer drängen sich im Durchschnitt 6.000 Touristen durch Räume, die ursprünglich nur für den Regenten oder eine kleinere Gruppe seines Hofstaates bestimmt waren. Die Bayerische Schlösserverwaltung bemüht sich fortwährend um den Erhalt des Bauwerks.

Der besonders frequentierte Thronsaal weist ein wertvolles Mosaikmuster auf dem Fußboden auf. Wäre es ungeschützt, würde sich die Oberfläche binnen kurzer Zeit abschleifen und verblassen. Daher ließen sich die Verantwortlichen eine kreative Lösung einfallen: Auf die begehbaren Teile des Saales wurde ein PVC-Schutzbodenbelag, bedruckt mit der exakten „Fotokopie“ des Mosaiks, einem „Fotoboden“ aufgebracht. Auf diese Art von Sonderanfertigungen spezialisiert ist die visuals united AG in Kaarst bei Düsseldorf. Sie hat den europaweit patentierten, individuell bedruckten Vinyl-Boden entwickelt, was eine große Palette unterschiedlicher Gestaltungsmöglichkeiten eröffnet. Das Produkt wird häufig für Messen, Events, zur Dekoration in Handel sowie für TV-Produktionen und in Museen und historischen Gebäuden eingesetzt.

Nachhaltiges Konzept

Trotz der robusten Materialeigenschaften nutzen sich auch die Bodenbeläge in Schloss Neuschwanstein wegen der zahlreichen Besucher ab und müssen von Zeit zu Zeit ausgetauscht werden. Für deren Entsorgung hat das Unternehmen ein spezielles, nachhaltiges Konzept: Die ausgedienten PVC-Bodenbeläge werden komplett werkstofflich recycelt, so dass eine spätere Wiederverwertung des Materials möglich ist.

Dass dies reibungslos funktioniert, dafür sorgt die Arbeitsgemeinschaft PVC-Bodenbelag Recycling (AgPR) in Marl. Das vor über 25 Jahren gegründete Unternehmen koordiniert bundesweit die Wiederverwertung des Altmaterials und betreibt in Troisdorf bei Bonn eine eigene Recycling-Spezialanlage. „Auf diese Weise tragen wir zu einem geschlossenen, umweltfreundlichen Stoffkreislauf bei“, so Geschäftsführer Jochen Zimmermann. Die PVC-Alt-Bodenbeläge aus Neuschwanstein werden in der 1991 errichteten Anlage zu Feinmahlgut verarbeitet. Bei Eignung lässt sich dieses dann problemlos bei der Produktion neuer PVC-Bauprodukte einsetzen. Die AgPR unterhält darüber hinaus ein bundesweites Netz von Annahmestellen. „Solider Schutz für den Fußboden seines Thronsaals unter Wahrung des attraktiven Erscheinungsbildes und der umweltfreundliche Umgang mit den ausrangierten Schutzböden – das hätte den naturverbundenen ‚Kini‘ bestimmt gefreut“, ist sich Zimmermann sicher.

Autor/in:
Redaktion Color
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