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Christian Wimmer, Geschäftsführer von Service&More

Strategische Ausbildung

28.04.2016

Der Einrichtungsfachhandel fördert den unternehmerischen Nachwuchs.

99,6 Prozent aller Unternehmen in Österreich zählen zu den Klein- und Mittelbetrieben. Diese Unternehmen beschäftigen 65,6 Prozent der heimischen Arbeitnehmer und bilden sieben von zehn Lehrlingen aus. Allerdings stehen gerade regionale Familienbetriebe oftmals vor der Herausforderung der Firmenübernahme. Auch der Einrichtungsfachhandel kennt diese Problematik: Christian Wimmer, Geschäftsführer von Service&More, spricht für die 259 Mitglieder der Garant Austria- und Wohnunion-Gruppe: „In Familienunternehmen wird in vielen Fällen wenig kommuniziert, und heikle Themen werden kaum angesprochen. Außerdem gibt es, im Unterschied zu Konzernen, meist keine konkreten Pläne und Zielvorgaben.“ Service&More möchte der nächsten Generation diese Übernahmen schmackhaft machen und sie bestmöglich darauf vorbereiten. Dafür hat der Verband den „Club 25“ ins Leben gerufen. Diesem können die Jungunternehmer aller Handelspartner beitreten. Ziel ist es, den praktischen Erfahrungsaustausch zu fördern, den Nachwuchs bewusst strategisch heranzuziehen und auf die zukünftigen Führungsaufgaben vorzubereiten. Wimmer: „Das Konzept sieht vor, dass wir als Verband vor allem die Basis vorbereiten und wesentliche Eckdaten und Grundwissen vermitteln. Der ‚Club 25‘ an sich muss durch die Jungunternehmer selbst belebt werden.“

Über den Tellerrand

Das Themenspektrum reicht von betriebswirtschaftlichen Inhalten über die richtige Mitarbeiterführung bis hin zu praktischen Verkaufstrainings und Unternehmensplanspielen. Auch Besuche bei Lieferantenpartnern und Handelspartnern stehen auf dem Programm. „Während sich die Inhaber durch unsere Foren und Meetings oft über Jahrzehnte hinweg regelmäßig treffen, kennen sich die Töchter und Söhne häufig gar nicht. Es ist aber wichtig, ihnen zu zeigen, dass sie mit ihrer Problematik nicht alleine sind und sie in dieser Gruppe Gemeinsamkeiten pflegen und die Verbände Garant Austria und Wohnunion genau kennenlernen können. Und vor allem den Nutzen und die Vorteile, die sie aus der Verbandsarbeit ziehen können“, so Wimmer.

David Schmidt, Sohn des Wohnuinion-Partners Schmidt in Spittal/Drau und seine Vertreterin, Elisabeth Steffl, Tochter des Garant Austria-Partners Steffl in Wien sind überzeugt: „Natürlich sind die meisten von uns im elterlichen Betrieb quasi groß geworden und nehmen dort unterschiedliche Aufgaben wahr. Dennoch ist es wichtig zu sehen, wie andere arbeiten und wie deren Betriebe funktionieren. In jedem Unternehmen gibt es einfache Maßnahmen, die unmittelbaren Erfolg bringen. Warum diese also nicht für das eigene Geschäft adaptieren? Gemeinsam können wir uns einfach besser für die Zukunft rüsten.“

Autor/in:
Redaktion Color
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