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Bis zuletzt war man optimistisch, nun musste die BAU München im klassischen Format doch abgesagt werden.

BAU 2021 in abgeänderter Form

01.10.2020

Auch die BAU München ist nun Corona zum Opfer gefallen: Die Weltleitmesse für Architektur, Materialien und Systeme wird nicht vom 11. bis 16. Jänner 2021 als klassische Präsenzmesse stattfinden. Ein hybrides Format soll Ausstellern aber von 13. bis 15. Jänner 2021 die Möglichkeit bietet, ihre Innovationen einem breiten Publikum vorzustellen.

Noch im Juni hatte die Messe München verkündet, die Veranstaltung planmäßig im Jänner 2021 umzusetzen – und bis zuletzt daran festgehalten. „Sinkende Infektionszahlen und Grenzöffnungen gaben im Juni die berechtige Hoffnung auf eine deutliche Besserung der Situation. Leider haben sich die Vorzeichen im Laufe des Septembers stark geändert. Auch wenn eine Präsenzmesse mit unseren Schutz- und Hygienemaßnahmen möglich wäre, hat die Ausweisung von immer mehr Risikogebieten in ganz Europa mit den damit verbundenen Reisebeschränkungen jetzt diese Entscheidung gefordert“, erklärt nun Dr. Reinhard Pfeiffer, stv. Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe München.
Nach einer Ausstellerumfrage, die auch vor dem Hintergrund der sich zuletzt verschärfenden Covid-19-Situation durchgeführt wurde, hält inzwischen der überwiegende Teil der Aussteller seine Teilnahme an der Präsenzmesse für unrealistisch, da in der jetzigen Situation davon auszugehen ist, dass nur wenige der ursprünglich erwarteten Besucher vor Ort sein werden. 

Verschiebung ist keine Option

Eine Verschiebung der BAU wurde mit Fachbeirat und Kuratorium diskutiert. Hierzu erklärt Martin Hörmann, der stellvertretende Vorsitzende dieser beiden Gremien: „Eine Verschiebung der Messe war für uns nie eine ernsthafte Option, weil sie den zweijährigen Innovationszyklus, an dem sich die BAU seit jeher orientiert, unterbrochen hätte. Internationale Aussteller und Besucher sind ein Markenkern der klassischen BAU. Unter den aktuellen Covid-19-Rahmenbedingungen hätten wir diese Erwartung nicht erfüllen können“. 

Hybrides Format – was erwartet Aussteller und Besucher?

Die BAU 2021 wird sich im Vergleich zu den Vorjahren in einem deutlich veränderten Erscheinungsbild präsentieren. Das hybride Format umfasst neben einer kompakten Ausstellungsfläche vor Ort ein digitales Zusatzangebot, vor allem für die Aussteller und Besucher, die aufgrund der Reisebeschränkungen nicht nach München kommen können. 
Im ICM Internationales Congress Center München sowie in bis zu zwei Messehallen werden sich Austeller präsentieren können, auch Foren und Sonderschauen werden dort umgesetzt. Unternehmen, die sich vor Ort präsentieren wollen, haben die Wahl zwischen kompakten Systemständen und einer individuellen Standgestaltung. 
Im digitalen Teil der Veranstaltung stehen Vorträge und Diskussionen aus den Foren als Live-Stream sowie als aufgezeichnete Videos für ein globales Publikum zur Verfügung. Darüberhinaus haben Unternehmen die Möglichkeit, ihre Produkte virtuell in eigenen Online-Sessions zu präsentieren. Um sich mit anderen Teilnehmern auszutauschen, bietet das hybride Format außerdem virtuelle Networking-Module an. Angedacht ist auch, die traditionellen BAU Info Talks in das hybride Format zu integrieren. 

Teilnahmemöglichkeiten ab Mitte Oktober online 

Details zum neuen Format sowie Informationen zu den Teilnahmemöglichkeiten für Aussteller und Besucher werden voraussichtlich ab Mitte Oktober online unter www.bau-muenchen.com zur Verfügung stehen.

BAU 2023 bereits in Vorbereitung 

Im Jahr 2023 soll die BAU dann wieder wie gewohnt stattfinden, inklusive der digitalen Zusatzangebote, die im kommenden Jänner im hybriden Format erstmals zur Verfügung stehen.
Die Zuversicht bei der Messe München ist groß, denn nahezu alle namhaften Aussteller, die aufgrund der Corona-Pandemie 2021 fernbleiben, haben ihre Teilnahme für die nächste Veranstaltung im Jänner 2023 bereits angekündigt.

 

Original erschienen am 01.10.2020: Dach Wand.
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