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Der Goethehof wächst in den Himmel

04.01.2018

Der Wiener Goethehof wird 80 Jahre nach seiner Eröffnung grundsaniert: Wärmegedämmte Fassaden, Aufzüge, neue Fenster und Türen sowie ein nachhaltiger Dachausbau machen den geschichtsträchtigen Gemeindebau zu einem Ort für leistbares und modernes Wohnen. Mehr als 600 Dachflächenfenster sorgen für Licht und Luft.

Der Goethehof in Wien-Donaustadt wurde in den Jahren 1929 bis 1931 erbaut und steht heute unter Denkmalschutz. Durch umfangreiche Sanierungsmaßnahmen der Stadt Wien wurde der geschichtsträchtige Gemeindebau nun energieeffizient modernisiert. Bestehende Wohnungen wurden renoviert und die Dachstühle ausgebaut. So sind nach fünf Jahren Bauzeit 128 leistbare Dachgeschoßwohnungen in der Größe von 35 bis 100 Quadratmeter in einer der interessantesten Lagen Wiens entstanden. 

Die schweren Eisengitter an der Front zur Schütt­austraße und die massiven Ziegelwände verleihen dem Hof einen burgähnlichen Charakter und symbolisieren eine klare Trennung von Außen- und Innenleben. Zur Alten Donau begrenzen zwei Seitentrakte den Hof. Im Inneren gliedert sich die Anlage in drei großzügig begrünte Höfe. Die Promenadenstraßen verbinden die insgesamt 50 Stiegen mit ihren ursprünglich 675 Wohnungen. Bekanntheit erlangte der Gemeindebau einerseits durch seinen Namensgeber, andererseits durch die tragischen Ereignisse im Bürgerkrieg des Jahres 1934. Wirklich berühmt wurde die Wohnhausanlage in den 1990er-Jahren durch die beliebte Wiener Fernsehserie „Kaisermühlenblues“, die den Goethehof zu einem ihrer Hauptschauplätze machte. 

Der alte Goethehof im neuen Gewand

Mit einer Investitionssumme von 42 Millionen Euro für die Sockelsanierung, für den Ausbau der Tiefgarage sowie des Dachgeschoßes in der Größe von 8.800 Quadratmeter mit 128 neuen Wohnungen gehört der Goethehof aktuell zu einer der größten Ausbau-Baustellen Wiens. Im Zuge der Sanierung wurden die Zugangssituationen im Hof verbessert und Stufenanlagen durch Rampen ersetzt. Aufgrund des Bestandes konnte die gesamte Wohnhausanlage nicht komplett barrierefrei ausgeführt werden. 

Denkmalschutz und kurze Bauzeit 

Die Sockelsanierung begann 2014. Seither werden die Dächer neu gedeckt, Fenster und Türen erneuert, Balkone saniert und Aufzüge eingebaut. „Der Denkmalschutz des Goethehofs hat vielfach außergewöhnliche Lösungen erfordert“, betont DI Theresa Jelinek vom Architekturatelier Kiener. „Trotzdem konnten wir in sehr kurzer Bauzeit alle 50 Stiegen sanieren.“ Da der Goethehof bei der Erbauung von fünf verschiedenen Architektengruppen in fünf Bauteilen geplant wurde, wurden auch im Zuge der Sanierung diese architektonisch im Detail unterschiedlichen Bauteile wieder originalgetreu, vor allem im Zuge der Außenwand- und Wärmedämmverbundsystem-Arbeiten, hergestellt. Für die Umsetzung der Architektenpläne in Holz- und Stahlbau war Mach Holzbau GmbH verantwortlich. Der Aufbau erforderte Dachflächenfenster mit außergewöhnlich schlanken Rahmen – ein Anspruch, den Fakro erfüllen konnte. Diese Dachflächenfenster werden nicht in der inneren, sondern in der äußeren Konstruktionsebene eingesetzt und kommen deshalb plan mit der Dachdeckung zu liegen. „Der überwiegende Teil der Steildächer ist mit ‚preSelect‘-Klapp-Schwingfenstern ausgestattet“, erklärt Carsten Nentwig, Geschäftsführer von Fakro Österreich. „Die Größe der Fenster hat sich aus der Höhe des Kniestocks ergeben, sodass wir im unteren Bereich besonders großflächige Fenster einsetzen konnten.“ 
Ist schon die Größe der Fenster außergewöhnlich, so gilt das noch viel mehr für die Größenordnung des Bauvorhabens. Prokurist Martin Dechat von Mach Holzbau: „Es braucht schon erfahrene Professionisten, um 600 Dachflächenfenster bauphysikalisch korrekt und unter großem Zeitdruck hochqualitativ einzubauen.“ 

Mehr komfort für die bewohner

Viele Details der Dachflächenfenster, die aus architektonischen und technischen Gründen gefordert waren, verbessern gleichzeitig die Lebensqualität der Bewohner. Die schmalen Flügel- und Rahmenprofile der Fakro-Dachflächenfenster vergrößern die Glasfläche, sodass sich besonders viel Tageslicht in den Wohnräumen ausbreiten kann. Die energieeffiziente Dreifachverglasung sorgt für einen Wärmedurchgangskoeffizienten mit einer Nennleistung von Uw = 0,97 bzw. 0,81 W/m2K (nach EN 14351-1). Der außenliegende Sonnenschutz beugt der sommer­lichen Überhitzung der Dachwohnungen vor.

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