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Zwischen den sieben Chalets befindet sich ein ­Naturweiher, der ausschließlich aus Ton und Lehm angelegt wurde.

Exklusiv und regional

28.12.2017

Beim Neubau des Chalet-Hoteldorfes der Familie Graf von Moltke in Reit im Winkl wurde auch bei der Dacheindeckung großer Wert auf Qualität und Nachhaltigkeit gelegt.

Im Sommer 2017 war es endlich so weit: Feierlich eröffneten Klaus Graf von Moltke und seine Frau Susanne Gräfin von Moltke ihr neues Chalet-Dorf im Heimatrefugium „Gut Steinbach“ in Reit im Winkl im Chiemgau. Die sieben Häuser von jeweils rund 150 bis 185 Quadratmeter auf insgesamt knapp 700 Quadratmeter Grund wurden von Architekt Peter Höflinger nach original Chiemgauer Vorbildern entworfen, sie fügen sich perfekt in die Landschaft ein. 

Exklusives Hoteldorf auf 50 Hektar 

Auf insgesamt 50 Hektar eigenem Grund- und Waldbesitz hat das Ehepaar von Moltke ein Hoteldorf entstehen lassen, bei dem größter Wert auf Qualität, Nachhaltigkeit und Exklusivität gelegt wird. Sowohl innen als auch außen kamen vorwiegend Hölzer aus Altholz, Fichte und Eiche zum Einsatz, die nach strengen ökologisch nachhaltigen Maßstäben oft mehrfach behandelt wurden. Bei den Stein- und Holzfußböden oder bei den offenen Kaminen war es für die regionalen Fachhandwerker eine spannende Herausforderung, lang vergessene Handwerkskünste neu zu beleben. 

Alle Chalets sind individuell mit hochwertigen Materialien, Stoffen und Möbeln eingerichtet. Besonderer Wert wurde dabei auf die Symbiose zwischen Holz- und Steinoptik gelegt. Jedes der sieben Häuser ist anders ausgerichtet, sodass man von überall einen freien Blick auf die anliegenden Wiesen und Wälder hat. Zwischen den Häusern befindet sich ein 1.000 Quadratmeter großer Naturweiher. Das Chalet-Dorf ist Teil eines echten Heimatrefugiums geworden: Das gesamte Resort umfasst ein Hotel mit 55 Zimmern und Suiten, ein Hofgebäude mit drei Suiten, Restaurants, Pool, Spa und Beauty-Bereich sowie einem Forsthaus, das die Rezeption beherbergt und die Moltke-Wein-Lounge. 

Höchste Ansprüche an Ökologie und Nachhaltigkeit

Um auch bei der Dachgestaltung der sieben Chalets den ökologischen Ansprüchen und dem Stil der neoklassischen Alm- und Bauernhäuser in typisch alpiner Architektur gerecht zu werden, machte der Bauherr besondere Vorgaben. Zum einen wurde auch bei der Auswahl der Baumaterialien größter Wert auf natürliche Baustoffe gelegt, weshalb für die Dacheindeckung von vornherein nur Tondachziegel infrage kamen. Zum anderem sollte die gesamte Bauweise im Niedrigenergiestandard erfolgen, was natürlich auch mit Blick auf die Dächer berücksichtigt werden musste. Der Auftrag wurde an die Zimmerei Rudi Wolfenstetter aus Reit im Winkl vergeben. 

Der Betrieb war für Dämmung, Vordeckung und Dacheindeckung sowie für die Holzfassaden, 
Balkone und die Innenverkleidungen aus Altholz verantwortlich. 

Logistische Herausforderungen

Nachdem der Bau der Chalets Mitte September 2016 begonnen hatte, erfolgte im August 2017 die Eröffnung des Feriendorfs. Die etwas längere Bauzeit erklärt sich dadurch, dass die Handwerker eine Winterpause von fast zwei Monaten einlegen mussten. „Überhaupt waren die logistische und zeitliche Planung sowie die Kooperation mit anderen Gewerken für eine reibungslose Umsetzung des Bauvorhabens aus meiner Sicht die größte Herausforderung“, erzählt Rudi Wolfenstetter. „Am Ende haben wir aber alles gut gemeistert, und die Dacheindeckung verlief ohne besondere Schwierigkeiten.“ 

Dacheindeckung mit Großfalzziegel 

Bauherr, Planer und Dachdecker entschieden sich, die insgesamt 2.500 Quadratmeter große Dachfläche mit dem Großfalzziegel „Ratio“ des Herstellers Creaton in Altgrau engobiert einzudecken. Der Ziegel punktet mit seiner traditionellen Formgebung und seiner hohen Wirtschaftlichkeit durch das große Verschiebespiel. Für die Farbgebung gab die Ortsgestaltungssatzung den Farbton vor. „Entscheidend für die Auswahl des Modells war das nahegelegene Lager und somit die kurzen, umweltschonenden Anlieferungswege“, erläutert Rudi Wolfenstetter. „Außerdem haben die gute Qualität, die kurzen Lieferzeiten und der zuverlässige Außendienst bereits in der Vergangenheit dazu geführt, dass ich mittlerweile fast nur noch mit Produkten und Originalzubehör von Creaton arbeite.“ Die Anforderungen an den Brandschutz wurden mit einer Untersparrendämmung aus Holzfaserdämmplatten mit Zwischensparrendämmung erfüllt. Im Brandfall entsteht beim Bauteil an der Holzfaserdämmstoff-Oberfläche eine Ascheschicht, die eine Sauerstoffzufuhr und somit eine schnelle Brandausbreitung behindert. 

Besondere geografische Lage

Da es sich um ein besonders schneereiches Gebiet handelt, spielte bei den Dacharbeiten auch die Berücksichtigung von Schneerückhaltesystemen und die Statik des Dachstuhls eine entscheidende Rolle. Die Schneelast für jeden Standort eines Gebäudes kann in Abhängigkeit von der Schneelastzone und der Geländehöhe ermittelt werden. Dabei werden auch die Dachneigung und die Dachform berücksichtigt. Entsprechende Berechnungen nach deutschen Normen lassen sich mit dem „Creaton Schneelast-Assistenten“ online oder per App ausführen. Durch Eingabe der Postleitzahl errechnet das System die geografische Höhe, die Schneelastzone und die Schneelast auf Boden und Dach und gibt eine Schneeschutzempfehlung für das jeweilige Bauvorhaben. Auf Basis dieser Berechnungen kamen im Chalet-Dorf Schneefangsysteme mit original Grundplatten und Rundholzhaltern und original Schneenasen aus Aluminium von Creaton zum Einsatz. Keramische Dachentlüftungen konnten nicht verwendet werden, da diese in schneereichen Gebieten aufgrund ihrer geringen Entlüftungshöhe zum Teil ihre Funktion verlieren. Hier wurden Lüftungsschächte oder Kupferrohre mit Einfassung mit entsprechender Höhe verbaut. Auch eine Sicherung der Ziegel gegen Windsog wurde vorgenommen. Mithilfe des an deutsche Normen angelehnten Sturmklammer-Assistenten, den Creaton auf seiner Website im Servicebereich anbietet, wurde die genaue Anzahl und die Platzierung der benötigten Klammern für die Windzone, in der Reit in Winkl liegt, berechnet. So halten die Gebäude jederzeit Schnee und Stürmen stand.

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