Direkt zum Inhalt
bei„Es ist sehr erfreulich, dass die Konjunktur in Handwerk und Gewerbe anzieht“, freute sich die Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk, Renate Scheichelbauer-Schuster, bei der Quartalspressekonferenz Anfang April verkünden zu können.

Gute Aussichten

08.05.2018

Der Wirtschaftsaufschwung kommt auch im Gewerbe und Handwerk an. Das konnte die Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk, Renate Scheichelbauer-Schuster, kürzlich zur Konjunkturentwicklung 2017 bekannt geben. 

Es ist sehr erfreulich, dass die Konjunktur in Handwerk und Gewerbe anzieht. Im Jahr 2017 kam der Aufschwung auch in Gewerbe und Handwerk an: Die nominellen Umsätze stiegen um 2,7 Prozent, preisbereinigt ist der Umsatz im letzten Jahr um 1,1 Prozent gestiegen. Da im Gewerbe und Handwerk die Auf- und Abschwung­phasen in kleineren Ausschlägen stattfinden als in anderen Wirtschaftssektoren, ist dieses Wachstums­plus als kräftig einzustufen“, erläuterte die Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk, Renate Scheichelbauer-Schuster, im Rahmen der Quartals-Pressekonferenz Anfang April in Wien. „Wir freuen uns aber auch über ein deutliches Plus bei den Lehrlingen. Das zeigt, dass die heimischen Handwerksbetriebe ihre Hausaufgaben erledigen, was die Sicherung des Fachkräftebedarfs betrifft!“, so Scheichel­bauer-Schuster.  

Tausende offene Lehrstellen

Mit Stichtag 31. März 2018 gab es ein sattes Plus von 2,8 Prozent 13.011 Lehrlinge im ersten Lehrjahr, insgesamt finden damit 41.650 Lehrlinge ihren Ausbildungsplatz in einem Handwerks- und Gewerbebetrieb. „Wir sind Österreichs größter Lehrlingsausbilder mit rund 41 Prozent aller Auszubildenden“, so die Obfrau. Wie die Zahlen des AMS zeigen, beträgt der bundesweite rechnerische Lehrstellenüberhang Ende März 11.042. Er hat damit gegenüber März 2017 um 1.507 (15,8 Prozent) zugenommen. „Knapp 21.000 offenen österreichweiten Lehrstellen stehen rund 9.800 Lehrstellensuchende gegenüber. Das bedeutet, das Angebot ist da, wir müssen aber das Matching zwischen Betrieben und Lehrstellensuchenden verbessern. Gelingt es uns nicht, die tausenden offenen Lehrstellen zu besetzen, wird sich der Fachkräftebedarf weiter verschärfen“, erklärt Scheichelbauer-Schuster, die auch auf die Zahlen der aktuellen Konjunkturumfrage verweist. Denn die Betriebe spüren den stark steigenden Fachkräftemangel (42 Prozent nach 34 Prozent) und deutlicher auch den Lehrlingsmangel (17 Prozent nach 13 Prozent). Der Fachkräftemangel ist besonders im gesamten Baubereich deutlich zu spüren, der Lehrlingsmangel ebenfalls in Teilen des Baubereiches sowie bei Friseuren. Größere Unternehmen berichten deutlich häufiger von Fachkräftemangel und Lehrlingsmangel. 

Überdurchschnittlich gute Entwicklung im Baunebengewerbe

„Betrachtet man die Konjunkturergebnisse der Sparte, zeigt sich, dass sich nach Branchen die Umsätze 2017 insbesondere in den Baunebengewerben, bei Elektrikern und Installateuren, bei den Kunststoffverarbeitern und Mechatronikern überdurchschnittlich gut entwickelt haben“, so Walter Bornett, Direktor der KMU Forschung. Dabei hatten die größeren Betriebe ab zehn Beschäftigten bessere Ergebnisse zu verzeichnen als die kleinen Betriebe. 

Positiv sieht Bornett die Entwicklung bei den Investitionen: Im Durchschnitt investierten die österreichischen Gewerbe- und Handwerksbetriebe im Jahr 2017 etwa zwölf Prozent mehr als im Vorjahr. Auch im Jahr 2018 ist mit steigenden Investitionen zu rechnen. Insbesondere Betriebe ab 20 Arbeitnehmern hatten 2017 mehr investiert und planen dies auch 2018 zu tun. Kritisch ist nach wie vor die Preiskonkurrenz, denen die Betriebe der Sparte ausgesetzt sind. 64 Prozent der Betriebe erwarten im Jahr 2018 Probleme durch Preiskonkurrenz, dieser Problembereich geht allerdings zurück. 

Werbung

Weiterführende Themen

Marktnews
05.09.2013

Konjunkturbeobachtung im Gewerbe und Handwerk 2. Quartal 2013

Marktnews
05.09.2013

Konjunkturbeobachtung im Gewerbe und Handwerk 2. Quartal 2013

Marktnews
08.02.2011

Die Bauwirtschaft wird auch im neuen Jahr immer noch mit den Folgen der Wirtschaftskrise zu kämpfen haben. Die Aussichten für 2011 versprechen der Branche nur ein geringfügiges Wachstum.

Werbung