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ÖFHF: Verlässliche Verarbeitung

24.11.2014

Neue Richtlinien zur Planung und Ausführung der vorgehängten, hinterlüfteten Fassaden sorgen für Sicherheit für alle Beteiligten.

Die Vorzüge der vorgehängten, hinterlüfteten Fassaden (VHF) werden von immer mehr Bauherren und Fachleuten erkannt und wertgeschätzt. Umso wichtiger ist die professionelle Planung und Ausführung einer VHF. Damit die hohe Qualität aller involvierten Projektpartner – sei es des Bauherrn, des Planers, der örtlichen Bauaufsicht und des Ausführenden – gewährleistet ist, hat der Österreichische Fachverband für hinterlüftete Fassaden (ÖFHF) eine neue Richtlinie formuliert. In den einschlägigen ÖNormen für Dachdecker- und Spenglerarbeiten sind derzeit nur wenige Angaben zur Planung und Ausführung von VHF beinhaltet. 

Gestiegene Anforderungen zuverlässig erfüllen. Den in den letzten Jahren gestiegenen Anforderungen an Fassaden und insbesondere der gegenwärtigen Vorgaben hinsichtlich Windlasten und Brandschutz trägt die neue Richtlinie Rechnung und hält adäquate Lösungen parat. Die wesentlichen Neuerungen betreffen eine neue Definition der Verantwortungsbereiche aller Beteiligten, neue Regelungen für VHF auf Holz-Unterkonstruktionen und Bestimmungen zu zulässigen Toleranzen der fertigen Fassaden. Die Richtlinie ist als Ergänzung zu den ÖNormen konzipiert und bildet den aktuellen Stand der Technik ab. Sie ist ferner die Grundlage für Planung, Ausschreibung, Vergabe und Ausführung und enthält nicht nur Vorgaben für die fachlich richtige Planung und Ausführung, sondern darüber hinaus auch für die Auswahl geeigneter Materialien. So werden etwa die Vorgaben für die Qualität des Untergrunds darin genauso thematisiert wie die Verbesserung der Rechtssicherheit für die Auftraggeber- und die Auftragnehmerseite. Auch die Zusammenfassung des anerkannten Stands der Technik leistet eine vertrauensvolle Basis für eine fachlich richtige Planung und Ausführung. Um ein griffiges Beispiel betreffend der Bildung von Vertikalfugen bei Holzkonstruktionen aus der Richtlinie zu zitieren: Es sind Fugenbänder bzw. Fugenprofile mit Dichtlippen oder mit kapillarbrechenden Profilierungen zu bevorzugen (z. B. EPDM-Bänder mit Rillen), einfache, unprofilierte Blechstreifen sind im Regelfall nicht geeignet.  

Im Sinne einer zeitgemäßen Qualitätssicherung geht es nicht um enervierende Bürokratisierung, sondern um Zuverlässigkeit, optimale Nutzung der Vorteile der VHF und deren langlebigen Werterhalt. Die Richtlinie steht seit Anfang Oktober auf der Website des ÖFHF zum Download zur Verfügung und wird ebenso als Broschüre aufgelegt. Interessierte können jetzt schon ein Exemplar per 
E-Mail an den Fachverband anfordern.


Österreichischer Fachverband für hinterlüftete Fassaden (ÖFHF), Campus 21, Europaring F15 /303, 2345 Brunn am Gebirge, T 01/890 38 96, 
F 01/890 39 96-15, info@oefhf.at, www.oefhf.at

Autor/in:
Redaktion Dach Wand
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