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Österreichisches Projekt im Hiberatlas: Denkmalgeschütztes ehemaliges Konvent-Gebäude in Wien nach der Sanierung. Ziegelfassaden, Kastenfenster und Dachgauben aus der Gründerzeit wurden erhalten.

Online-Plattform für gelungene Sanierungsobjekte

13.05.2020

Wie lässt sich der Energieverbrauch in historischen Gebäuden senken? Hiberatlas.com präsentiert erfolgreich sanierte historische und denkmalgeschützte Gebäude. 

Der europäische Gebäudebestand besteht zu 30 Prozent aus historischen Gebäuden, die wiederum EU-weit für mehr als ein Drittel des Gesamtenergieverbrauchs im Wohnsektor verantwortlich sind. Architekten und Bauherren mangelt es jedoch oft an Informationen darüber, wie sich historische Gebäude sanieren lassen, ohne ihre ästhetischen und historischen Werte zu beeinträchtigen. Eine Möglichkeit, Architekten und Bauherren für dieses Thema zu interessieren, besteht darin, ihnen gelungene Sanierungsobjekte vorzustellen. Aus diesem Grund hat die internationale Forschungsplattform Renovating Historic Buildings Towards Zero Energy (Renovierung historischer Gebäude in Richtung Nullenergie) eine Online-Plattform mit dem Namen Historic Building Energy Retrofit Atlas (HiBERATLAS) ins Leben gerufen, um erfolgreich sanierte denkmalgeschützte Gebäude zu präsentieren.
Der Hiberatlas enthält derzeit mehr als zehn Beispiele für eine Vielzahl von Gebäudetypen, darunter ein Fachwerkhaus in Frankreich, eine italienische Villa, ein Marktgebäude aus Spanien oder ein Kohlesilo aus der Schweiz. Die Datenbank soll im Jahr 2020 auf über 50 Fallstudien ausgebaut werden. Aus Österreich wird die Renovierung eines ehemaligen Klostergebäudes aus der Gründerzeit im Herzen von Wien vorgestellt.

Navigation folgt dem Planungsprozess
Die Struktur des Hiberatlas basiert auf dem Planungsprozess, um Bauherren bei ihrer Entscheidungsfindung zu unterstützen. Der erste Schritt ist eine detaillierte Beschreibung des Gebäudes einschließlich der Analyse seiner kulturellen und historischen Werte. Im zweiten Schritt muss der Architekt in Zusammenarbeit mit dem Bauherrn die Ziele der Sanierung festlegen.
Alle Projekte werden mit zahlreichen Fotos und Plänen illustriert, um das Erscheinungsbild des Gebäudes vor und nach der Sanierung abzubilden. Eine Besonderheit des Hiberatlas ist die Darstellung der Informationen auf zwei Ebenen. Der schnelle Leser, der nur einen Überblick über das Projekt benötigt, findet alle relevanten Informationen auf einer Seite. Der Fachanwender kann dagegen in allen Abschnitten über Dropdown-Pfeile und Read-More-Buttons auf detailliertere Abbildungen, Pläne und Fotos zugreifen. Die Sanierungslösungen werden mit vielen Details beschrieben, so dass Architekten und Planer leicht herausfinden können, ob eine bestimmte Maßnahme auch für ihr eigenes Projekt geeignet ist.

www.hiberatlas.com

Autor/in:
Birgit Tegtbauer
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