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Planungsansätze in der Bauphysik

27.05.2019

Das fünfte Bauphysik-Forum fand unter dem Generalthema „Wissen für den Planungsalltag“ mit rund 170 Teilnehmern im Theater- und Kongresshaus Bad Ischl statt. Internationale Experten behandelten die Themenbereiche Schallschutz, Technische Gebäudeausrüstung sowie Wärme- und Feuchteschutz.

Den ersten Themenblock „Schallschutz“ eröffnete DI(FH) Clemens Häusler, MSc (bauphysik.at). Er sprach über die zum Entwurf verabschiedete ÖNORM B 8115-2:2019, die in Österreich die Anforderungen an den baulichen Schallschutz regelt. Damit können zukünftig ausgewogene Schallschutzniveaus in Schlafräumen, Arbeitsräumen und Räumen mit Verbindungstüren erstellt werden. Dipl.-Wirtsch. Ing. (FH) Adrian Blödt, M.BP (Univ.) (Blödt Holzkomplettbau GmbH/D) sprach über wirtschaftliche und nutzeroptimierte Balkendecken. HR Ing. Mag. Herbert Müllner (TGM) erläuterte danach die Bedeutung des Robust-Detail Konzepts für den Schallschutz im Holzbau. Das Bauphysik-Forum versteht sich als Forum im klassischen Sinne. Über Neuerungen des Online-Bauteilkataloges dataholz.eu berichtete DI Sylvia Polleres (Holzforschung Austria). Sie zeigte ebenfalls die neue Planungshilfe Flachdach, mit der Planern von zwischensparrengedämmten Flachdächern nun auch kostenfrei hygrothermische Nachweise zur Verfügung stehen. Danach referierte Dr. Bernd Nusser (Holzforschung Austria) über den bauakustischen Einfluss der Bauteilausbildung.

Ing. Rupert Wolffhardt (Holzforschung Austria) informierte im zweiten Block zum Thema „Technische Gebäudeausrüstung“ über einen innerhalb des zweieinhalbjährigen Netzwerkprojektes „TGA-Timber“ entstandenen Planungsleitfaden für Technische Gebäudeausrüstung.

Den Anfang des zweiten Tages mit dem Schwerpunkt Wärme- und Feuchteschutz gestaltete DI (FH) Daniel Kehl (holz[bau]physik/D) mit seinem Referat über die Grundregeln des Feuchte- und Holzschutzes. Er behandelte insbesondere die aktuellen Regelwerke in Österreich und Deutschland. DI Dr. Christian Pöhn vom Bauphysiklabor der Magistratsabteilung 39 brachte dem Publikum die Methodik und die Anforderung für zu erstellende Energieausweise nach neuer Normung näher und ging dabei auf die relevanten europäischen Regelungen und Regelwerke ein. Über die Vermeidung von Feuchteschäden klärte im Anschluss Univ. Prof. DI Dr. Thomas Bednar (TU Wien) auf. Zum Schadenspotential und zur Problematik von unbelüfteten Hohlräumen kaltseitig der Wärmedämmung sprach DI Markus Zumoberhaus (Bauphysikalische Beratung/CH). Den Abschluss der Veranstaltung gestaltete Robert Borsch-Laaks (Sachverständiger/D) mit seinem Referat über die graue Energie von Dämmstoffen. Er ging näher auf die Materialien für Dämmstoffe ein und zeigte das Potential nachwachsender Rohstoffe mit niedrigem Energieeinsatz. Diese harren aber noch den Nachweisen über geprüfte Umweltproduktdeklarationen.

Bitte vormerken: Der nächste Internationale Holz[Bau]Physik-Kongress findet wieder in Kooperation mit dem Bauphysik-Forum vom 26.–27. März 2020 in Leipzig (D) statt.

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