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Rekord-Ansturm auf die BAU 2011

14.02.2011

Ein regelrechter Besucheransturm hat der BAU 2011 erneut Rekordwerte beschert und ihre Position als Weltleitmesse der Branche eindrucksvoll untermauert. Und: Aus der Besucherbefragung ging hervor, dass die Stimmung in der Baubranche deutlich besser geworden ist.

Einen so starken Anstieg gab es in der fast 50-jährigen Geschichte der BAU noch nie. Vor allem international erreichte das Top-Event der Branche eine neue Dimension: knapp 60.000 Besucher der BAU 2011 kamen aus dem Ausland. Damit stieg der Anteil internationaler Besucher von 18 auf 25 Prozent. Auch der Anteil der Planer und Architekten konnte noch einmal gesteigert werden und liegt jetzt bei 22 Prozent – in Zahlen entspricht das 52.000.

Die Besucher reisten aus mehr als 150 Ländern nach München. Vom ersten Tag an herrschte ein ungeheuerer Andrang auf die Messehallen, so das einhellige Echo der Aussteller. „Wir sind regelrecht überrannt worden”, hieß es an vielen Messeständen. Aus fast allen Ländern gab es deutliche Zuwächse bei den Besucherzahlen. Neben Deutschland stellten Österreich, die Schweiz, Italien, die Türkei, die Tschechische Republik, Polen, Russ-land, Slowenien, Frankreich und Großbritannien die meisten Fachbesucher. Besonders starke Anstiege verzeichnete die BAU auch aus außereuropäischen Ländern wie Indien, Japan, den USA, Kanada und den Vereinigten Emiraten. Hier stiegen die Zahlen teilweise um das Doppelte an.

Spektakuläre Standbauten, randvolle Hallen, intensive Gespräche mit gut informierten Kunden und Standpersonal, das alle Hände voll zu tun hatte, um die enorme Nachfrage zu befriedigen und alle Kundenwünsche zu erfüllen – so präsentierte sich die BAU 2011. Bereits ein Jahr vor Messebeginn war die BAU 2011 nahezu ausgebucht, zahlreiche Unternehmen schafften es nur noch auf die Warteliste. Auf 180.000 Quadratmetern Hallenfläche präsentierten sich 2.058 Aussteller aus 46 Ländern, darunter das Who-is-Who derMaterial-, Bauelemente- und Systemhersteller. Angesichts der sich wieder aufhellenden Baukonjunktur gingen die meisten Aussteller zwar optimistisch in diese BAU, das enorme Interesse und vor allem der rasante Anstieg bei den ausländischen Besuchern sorgte aber doch für Erstaunen.

Die BAU legte aber nicht nur quantitativ zu – sie lieferte auch den Nachweis, dass sie für Bauexperten aus aller Welt, vom Planer und Architekten bis hin zum ausführenden Gewerbe, quasi unverzichtbar geworden ist: Als Informations- und Kommunikationsbörse, vor allem aber als Neuheitenschau, auf der die Zukunft des Bauens ins Schaufenster gestellt wird und ebenso als Businessplattform, auf der ganz konkret Geschäfte getätigt und vorbereitet werden.
Die positiven Aussagen spiegeln sich auch in der vom Marktforschungsinstitut TNS Infratest durchgeführten Befragung wieder.

Danach bewerteten 96 Prozent der Besucher die BAU mit „ausgezeichnet bis gut”, 97 Prozent wollen wieder kommen. Top-Bewertungen gab es insbesondere für die Vollständigkeit und Breite des Angebots sowie für die Präsenz der Marktführer. 93 Prozent der Besucher sehen die BAU als Leitmesse. Ein weiteres Ergebnis der Befragung: Wer in der Absicht kam, konkrete Investitionen zu tätigen, konnte dieses Ziel auf der Businessplattform BAU auch erreichen. Außerdem erklärten fast alle Besucher, bei der Vorbereitung von Investitionen oder der Anbahnung neuer Geschäftsbeziehungen erfolgreich gewesen zu sein. Die einzelnen Ausstellungsbereiche wurden durchweg von mindestens 90 Prozent der Besucher mit „ausgezeichnet bis gut” bewertet. Herausragend schnitten die Bereiche Aluminium, Glas und Holz/Kunststoff ab. Kritik gab es lediglich für die Umsetzung der Ausstellung auf dem Freigelände.

Das Rahmenprogramm, an vorderster Stelle Foren und Sonderschauen, erhielt dagegen Bestnoten von den Besuchern. Einmal mehr zeigte sich, dass die BAU eine Messe von Profis für Profis ist. Der Fachbesucheranteil liegt bei 96 Prozent. Aus der Befragung ging außerdem hervor, dass die Stimmung in der Baubranche deutlich besser geworden ist. Beurteilten 2009 nur gut die Hälfte der Befragten die wirtschaftliche Situation mit „ausgezeichnet bis gut”, so blicken heute 82 Prozent optimistisch in die Zukunft.

Die Aussteller beurteilten die BAU so gut, dass praktisch keine Steigerung mehr möglich ist. Fast alle, genau 97 Prozent, bewerteten die Messe mit „ausgezeichnet bis gut” und wollen auch 2013 wieder teilnehmen.
Die Qualität der Besucher erhielt von 95 Prozent der Aussteller Bestnoten, während 85 Prozent, deutlich mehr als vor zwei Jahren, die Internationalität der Besucher lobten. Ähnlich wie bei den Besuchern wird die wirtschaftliche Situation der Branche deutlich optimistischer beurteilt als noch vor zwei Jahren. 85 Prozent der Aussteller blicken erwartungsvoll in die Zukunft.

Top-Themen der BAU war in diesem Jahr das nachhaltige Bauen sowie das generationenübergreifende Bauen. Zu beiden Themen gab es mehrere Sonderschauen und zahlreiche Vorträge in Foren und Kongressen, etwa im Kongress „Bauen für die Zukunft – nachhaltig, energieeffizient und innovativ” des Bundesbauministeriums oder in der Veranstaltungsreihe „Gebäude der Zukunft” des Bundeswirtschaftsministeriums. Ein absolutes Highlight war das Solarhaus der Hochschule Rosenheim, das beim Solar-Decathlon in Madrid den zweiten Platz gewann und auf der BAU erstmals einer breiten Öffentlichkeit präsentiert wurde.

Auf enormes Interesse stießen die drei Foren der BAU. Insbesondere das Forum „Zukunft des Bauens”, in dem international tätige Architekten wie Sir Peter Cook oder Françoise Hélène Jourda ihre Pläne und Projekte vorstellten, war teilweise überfüllt. Alle Plätze belegt waren in der Regel auch im Forum MakroArchitektur, wo es einerseits um die Zusammenarbeit zwischen Architektur und Industrie, andererseits um die Zukunftsforschung in der Architektur ging. Das Forum „Intelligentes Bauen” schlug eine Brücke von der Sanierung und Renovierung von Gebäuden hin zur Realisierung von modernen High-Tech-Bauten wie Passivhäusern oder Plus-energiehäusern.

Als echter Publikumsrenner erwies sich die „Lange Nacht der Architektur”, die das erste Mal im Rahmen der BAU veranstaltet wurde und neben den Ausstellern und Besuchern der BAU allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern offenstand. Die mehr als 30 Gebäude im Münchner Stadtgebiet, die am Freitag abend ihre Pforten öffneten und interessante Einblicke gewährten, waren durchweg gut besucht. Shuttle-Busse, die kostenlos genutzt werden konnten, verkehrten von 19 bis 24 Uhr zwischen den Gebäuden.

Rechtzeitig vormerken: Die 20. BAU findet vom 14. bis 19. Jänner 2013 auf dem Gelände der Neuen Messe München statt.

Zahlreiche Trends und Neuheiten, die am Dachsektor auf der BAU in München präsentiert wurden und heimische Innovationen, die 2011 auf ihren Einsatz warten, finden Sie im Printmedium!

Autor/in:
Redaktion Dach Wand
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