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Hausboot Schwan am Liegeplatz in Hamburg: Die Außenhülle wurde mit „VMZ Flatlock Profilen“ von VMZinc ausgeführt.

Wohnen auf dem Wasser

28.09.2017

Am Anfang stand die Idee, Architektur mit dem Element Wasser zu verbinden. Entstanden ist daraus ein Hausboot mit aufsehenerregenden Konturen und einer Außenhülle aus Titanzink.

Der Architekt Daniel Wickersheim hat mit diesem Projekt bei einem Wettbewerb der Stadt Hamburg eine Liegeplatzberechtigung am Norderkai-Ufer gewonnen. Sein Wettbewerbsgewinner, das „Hausboot Schwan“, ist ein Tubus mit einer ovalen Grundform. Diese wird von heraustretenden Volumen für die Tür- und Fensteröffnungen durchbrochen.

Eine etwa 250 Quadratmeter große Zinkfläche bildet die Außenbekleidung und schützt das auf einem Stahlbetonponton ruhende Schiff vor Umwelteinflüssen. Die Außenhülle wurde mit „VMZ Flatlock Profilen“ von VMZinc ausgeführt. Dieses Rautensystem ist so flexibel, dass es auch für die gewölbten Flächen des Hausboots eingesetzt werden konnte. Ein wichtiges Kennzeichen des Systems ist eine glatte, flächenbündige Oberflächenstruktur. Die vorgefertigten Elemente wurden vor Ort durch das ausführende Unternehmen den Rundungen des Tubus angepasst.

Die Entlüftung des Fassadensystems erfolgt über einen dezenten Lüfterfirst. Er bildet auf dem Dach eine zweite Schale mit Abstand zur eigentlichen Bekleidung. Für den First wurden ebenfalls Flatlock-Elemente verwendet. Architekt Wickersheim hat für die Rauten an der Fassade einen Mix aus drei unterschiedlichen vorbewitterten Oberflächen von VMZinc gewählt. Der zylindrische Grundkörper wurde komplett mit dem samtgrauen Quartz-Zink bekleidet. Die herausragenden Volumen für Tür und Fenster heben sich durch ihren Farbton von der ovalen Hausbasis ab. Hier kam die Oberfläche „Pigmento grün“ zum Einsatz. Die Laibungen der Gebäudeöffnungen haben eine Oberfläche aus dunklem „Anthra-Zinc“.

Das „Hausboot Schwan“ ist mit einem Pelletsofen, einer Fußbodenheizung, einer Photovoltaikanlage und entsprechender Haustechnik energieeffizient ausgerichtet. Der Preis für ein solches Hausboot ist laut Daniel Wickersheim durchaus mit einem traditionellen Haus zu vergleichen. Der Mangel an geeigneten innerstädtischen Liegeplätzen führt allerdings dazu, dass diese alternative Wohnmöglichkeit eher eine Ausnahme bleiben wird, auch wenn der Architekt schon viele Anfragen für ähnliche Projekte bekommen hat.

Wickersheim, der selbst in dem 103 Quadratmeter großem Hausboot lebt, hat sich für einen aufgeschlossenen Wohnstil entschieden. Er vermietet einen Teil des Bootes tage- oder wochenweise und teilt sich mit seinen Gästen den Wohn-, Koch- und Essbereich. 

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