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Schnellere Abschlüsse durch Visualisierung

04.06.2020

Ganz egal, ob es um die Planung eines neuen Badezimmers oder einer Photovoltaik-Anlage geht: digitale Visualisierungstechniken machen sowohl dem Kunden wie auch dem Planer und dem Installateur das Leben leichter.

Spätestens seit der Einführung von Google Cardboard ist Virtual Reality kein Spielzeug für Technikfreaks mehr, sondern reif für den Massenmarkt: Es reicht ein höherwertiges Handy, das in eine VR-Brille gesteckt wird – solche Brillen gibt es bereits ab zehn Euro – und schon kann man in eine dreidimensionale Welt eintauchen, die den Eindruck vermittelt, als ob sie real wäre. Was in erster Linie nach Spielzeug klingt, entwickelt sich immer stärker zu einem mächtigen Werkzeug, das sukzessive in praktisch alle Bereiche des täglichen Lebens vordringt. Die Möglichkeit, Ideen so zu visualisieren, als wären sie bereits in die Realität umgesetzt worden, machen die VR-Technologie vor allem in der Planung von Wohnräumen immer beliebter.

Vor allem SHK-Großhändler nutzen diese Technologie in ihren Schauräumen sehr erfolgreich, um den Kunden vor Augen zu führen, wie ihr zukünftiges Badezimmer tatsächlich aussehen wird. Denn Pläne und Skizzen, die für einen Installateur klar verständlich und logisch sind, sind für den Normalverbraucher oftmals zu abstrakt, er kann sich nicht vorstellen, ob er die Duschtasse doch lieber eine Nummer größer wählen sollte und welches Fliesenmuster mit den ausgewählten Armaturen harmoniert. Noch komplexer wird es, wenn sich der unbedarfte Kunde anhand eingezeichneter Lampen vorstellen soll, wie Licht und Schatten in seinem künftigen Badezimmer fallen werden.

Software als Verkaufstool

Die unterschiedlichen Visualisierungs-Softwareangebote verstehen sich nicht nur als Verkaufsunterstützung, sondern erleichtern auch den Projektablauf ganz wesentlich. Denn die CAD-Funktionen sind in der Regel mit einer umfangreichen Lieferanten-Katalogbibliothek verknüpft. Deren Einsatz ist sowohl für Show-Rooms wie auch für Messeauftritte gedacht. Denn selbst auf engstem Raum kann jedes beliebige Badezimmer virtuell aufgebaut und in Sekundenschnelle gewechselt werden. Damit nicht nur der Besucher, der gerade die VR-Brille trägt, etwas zu sehen bekommt, spiegelt ein zusätzlicher Bildschirm auch für alle anderen das Geschehen. Der Kunde kann also hautnah miterleben, wie sein neues Bad aussehen könnte.

Original erschienen am 04.06.2020: Die Wirtschaft.
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