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Abrechnungsdifferenzen: Stockerauer Elektroprofi muss in die Insolvenz

05.11.2015

Ein Elektroprofi aus Stockerau musste den bitteren Gang zum Landesgericht Korneuburg gehen und ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung beantragt. Das teilte der KSV1870 mit.

Leider muss ein Elektroprofi in die Insolvenz

Das Gericht prüft derzeit den Insolvenzantrag der Elektro Hornung GmbH, das Verfahren ist noch nicht offiziell eröffnet, sodass derzeit noch keine Daten betreffend die Anmeldefrist und die Tagsatzungen vorliegen. Betroffen sind 15 Dienstnehmer und 40 Gläubiger – die Passiva belaufen sich auf 3,6 Millionen Euro.

Als Insolvenzursachen – laut Schuldnerangaben – soll es zu „beträchtlichen Abrechnungsdifferenzen“ mit dem ehemaligen Hauptauftraggeber Wiener Wohnen gekommen sein. Nach Schuldnerangaben resultieren aus dieser Geschäftsbeziehung unberichtigte Forderungen in Höhe von 1,17 Mio. Euro, so der KSV 1870. Da es zuletzt nicht mehr möglich war, weitere Kreditmittel zu erlangen, sah man sich gezwungen, das Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung zu beantragen.

Es wurde ein Sanierungsplanvorschlag mit 30 Prozent vorgeschlagen, wobei eine Teilquote von 10 % zwei Wochen nach Annahme des Sanierungsplans bezahlt werden soll und die restliche Quote in vier Teilquoten zu je 5 % binnen 6, 12, 18 und 24 Monaten, jeweils gerechnet ab Annahme des Sanierungsplans.

Das Unternehmen soll fortgeführt werden, wobei nach Eigendarstellung des Unternehmens auch bereits entsprechende Aufträge vorliegen.

An Aktiva gibt es vor allem Kundenforderungen von nominell 3,45 Mio. Euro, so der KSV 1870, die jedoch in erheblichem Ausmaß strittig sind, sodass der noch zu bestellende Sanierungsverwalter eine realistische Bewertung vorzunehmen hat, um eine Entscheidungsgrundlage für die Abstimmung über den Sanierungsplan zu schaffen. 

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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