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Die Außenansicht des Wohn- und Geschäftsgebäudes in Wörgl.

Aus der Gebäudeautomatisierung via KNX: Ein intelligentes Wohn- und Geschäftshaus

22.10.2015

Bei der Umsetzung eines Smart Homes ist zunächst das Gesamtkonzept klar zu definieren. Dabei stehen die Anforderungen wie Schall- und Wärmedämmung, Ansteuerung, Bedienung, Beschattung, Türkommunikation im Vordergrund. Ein Wohn- und Geschäftshaus in Wörgl zeigt, wie eine solche Lösung aussehen kann.

 

Die Bewegungsmelder im Stiegenhaus.
Die verbaute Sprechanlage von Elcom, hier die Außenstelle, dient zur Türkommunikation.

Der Spatenstich zu dem Gebäude in Wörgl war bereits Juli 2013. Capital & Immobilien Invest initiierte den Bau der mehrgeschossigen Wohn- und Büroanlage mit 300 Quadratmeter Bürofläche, Tiefgarage und sieben Wohneinheiten, verteilt auf zwei Baukörper. Die Anforderungen an das Gebäude waren klar definiert: eine Schall- und Wärmedämmung durch Gebäudeautomation sollte integriert sein.

Der Elektroinstallateur Elektro Margreiter, der auf Gebäudeautomation spezialisiert ist, erhielt den Auftrag. Man sah Wohnungen und Büroräume nicht als separate Einheiten an, sondern plante die elektrische Infrastruktur als Ganzes. Zum Einsatz kamen dabei KNX-Komponenten. Hier fiel die Wahl Wahl auf Siblik, da das Unternehmen standardmäßig viele Elektro- und Haustechnikprodukten vorrätig hat und dazu herstellerübergreifend Beratungsleistung bietet.

Vorteile von KNX

Über das KNX-System kann der Betreiber die Stromversorgung, die Beleuchtung sowie Heizung und Beschattung steuern. Die an den KNX-Feldbus angeschlossenen Gewerke lassen sich durch Divus-Touchpanels ansprechen, die sich zentral in jeder Wohnung sowie im Bürobereich befinden. Zudem ist eine individuelle Steuerung und Überwachung von unterwegs per Smartphone-App oder Tablet-PC möglich.

Egal, ob die Sonne brennt, es hagelt oder es langsam dunkel wird: die installierte Beschattungsanlage passt die Jalousien-Position automatisch an die aktuellen Gegebenheiten an. Die Bewegungen der Jalousien richten sich nach den Echtzeit-Messwerten, die eine Highend-Wetterstation von Elsner Elektronik auf dem Gebäudedach sammelt. Die KNX-Wetterstation misst die Temperatur, Windgeschwindigkeit, Helligkeit und Niederschlagsmenge. Dank integriertem GPS-Empfänger kennt sie die Uhrzeit und Standortkoordinaten und kann so die Richtung und Höhe der Sonne ermitteln. Auf Basis dieser Daten erfolgt die Anpassung der Beschattung an den Sonnenstand per Schattenkanten- und Lamellennachführung: Die Jalousie fährt in die optimale Position.

Im Winter wird Wärme zielgerichtet in das Haus gelassen, um Heizkosten zu sparen. An heißen Sommertagen sperrt man die Sonne hingegen aus. Bricht die Dämmerung ein, fahren die Jalousien herunter.

Türkommunikation mit Kamera

Die Innenstation des Türkommunikationssystems fügt sich unauffällig in das Raumkonzept der Wohnung ein. Via 3,5 Zoll Display und eine Kamera auf der Außenseite, sieht der Bewohner gleich, wer oder was vor der Haustür steht. Die Zugangskontrolle etwa der Büromitarbeiter erfolgt biometrisch per Fingerabdruck. Der Fingerabdruckscanner des Türkommunikationssystems besitzt eine Speicherkapazität bis 99 Benutzer.

Einmal installiert, lassen sich sowohl die Sprechanlage als auch das KNX-System jederzeit erweitern oder an veränderte Bedürfnisse adaptieren, etwa wenn eine Wohnung den Besitzer wechselt. Im Falle der Videosprechanlage von Elcom wäre es möglich, die Videosprechanlage über das IP-Netzwerk mit dem KNX-Feldbus zu verknüpfen und sie in die Telefonie-Umgebung einzubinden. Dann könnte der Bewohner von unterwegs prüfen, wer vor der Tür steht, und Kontakt aufnehmen.

Mit Gebäudeautomatisierung begeistern

Für private Bauherren hat Siblik eine Online-Plattform www.geht-doch.at ins Leben gerufen, die Informationen zu KNX und Gebäudeautomation einfach und verständlich bereitstellt. „Wir möchten alle Elektroinstallationsbetriebe dazu ermutigen, potenzielle Kunden aktiv auf das Thema KNX hinzuweisen“, so Ines Heber, Managerin der Online-Plattform. „Wir sehen in den nächsten Jahren einen sehr großen Bedarf in diesem Bereich – Erfahrungen wie die von Elektro Margreiter bestätigen den Trend zum vernetzten Smart Home.“

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