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Gebäudekosten senken durch Big-Data-Lösungen

16.05.2016

71 Prozent der Gesamtkosten für ein Gebäude machen die Betriebskosten aus. Von diesen wiederum fallen rund 30 Prozent auf die Energiekosten. Ein ineffizienter Betrieb wird so schnell kostspielig.  

So liegt es im Sinne des Eigentümers die Energieeffizient zu erhöhen und Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Dabei stellen die Energiedaten ein Schlüsselelement dar. Um dabei die nötige Aussagekraft zu erzielen sind Big Data-Ansätze auch in der Gebäudetechnik ein Thema. Dabei geht es um ein sinnvolles In-Beziehung-Setzen von großen Datenmengen, wie es im Finanzwesen oder im Marketing Gang und Gebe ist. Die notwendigen Daten werden von Analysetools für das Energiemanagement geliefert. Im Gegensatz zu anderen Branchen ist der Einsatz von Big Data-Modellen in Unternehmen und Gebäuden vergleichsweise wenig verbreitet.  Eine von Siemens unterstützte Marktumfrage ergab, dass nur 44 Prozent der befragten Großunternehmen Big-Data-Lösungen nutzen. Dabei bieten Energie- und Gebäudemanagementsysteme (Building Energy Management Systems; BEMS sowie Building Management Systems; BMS) reiches Datenmaterial, das sich für eine systematische Nutzung anbietet.

Big-Data-Lösungen richtig nutzen

Auch bei der Anwendung in Gebäuden haben Big-Data-Lösungen dasselbe Ziel: aus einer bestehenden, umfangreichen Datenmenge relevante Informationen zu extrahieren und diese den Gebäudenutzern zur Verfügung zu stellen Die richtige Kombination von Analysetools, Dashboard und Beratungsleistungen kann einen Return on Investment von bis zu 40 Prozent bringen.  Um dies zu erreichen müssen jedoch häufige Irrtümer ausgeschlossen werden.
So muss man sich von der Vorstellung verabschieden, dass eine Lösung auf sämtliche Gebäude übertragbar ist. Benötigt werden individuell angepasste Lösungen. Eine Schlüsselanforderung dafür ist die Zusammenführung von Datensilos aus verschiedenen Systemen in ein zentrales System., in welchem die Daten analysiert, konsolidiert und in Informationen umgewandelt werden.
Für eine optimale Umsetzung sollte ein Experte zu Rate gezogen werden. 43 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass sie Big-Data-Methoden gerne nutzen würden, jedoch noch keine Energiemanagementlösung implementiert zu haben. Gründe sind die fehlenden Ressourcen für die Implementierung und die Betreuung der Lösung.
Um das Datenmaterial optimal nutzen zu können müssen die Daten ein Gesamtbild ergeben und detailliert genug sein, um Verbesserungsmaßnahmen ableiten zu können. Dafür empfiehlt sich ein Paket aus Consulting-Leistungen bei Planung und Umsetzung, spezifischem Analyse-Know-how und entsprechende Software-Tools. Eine Dashboard-Lösung wie die Cloud-basierte Energiemanagementplattform Navigator, powered by Sinalytics, von Siemens dient als Portal für Bereiche wie Versorgungsmanagement, Systemleistungen und Compliance-Berichte. Sie verbindet Assets, Daten, Prozesse und Personen und hilft dabei Abläufe effizienter zu machen.

Die Plattform eignet sich für größere Einzelgebäude, Gebäudekomplexe, Liegenschaften und virtuelle Netzwerke und ermöglicht die Überwachung der Gebäudeleistung, des Energiebedarfs und der Energieversorgung, Damit sind die Voraussetzungen zur Umsetzung strategischer Vorgaben gegeben. So lassen sich Investitionen in Energieeffizienzmaßnahmen optimieren und evaluieren, bietet die Datenstruktur die Grundlage für Kennzahlen und die Wirtschaftlichkeit von Gebäuden kann erhöht werden. 

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
Original erschienen am 16.05.2016: Elektrojournal.
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