Direkt zum Inhalt

Lichtmanagement per Cloud mit connecDIM und ready2mains

04.02.2016

Im letzten Jahr hat Tridonic seine aktuellen Technologien connecDIM und ready2mains weiter ausgebaut.

ready2mains ermöglicht eine digitale Übertragung von Daten über die Netzleitung
ready2mains Programmer

connecDIM

Das System conneDIM besteht aus connecDIM Gateway und connecDIM Cloud und kommt bei kleineren Anwendungen mit wenigen DALI-Geräten ebenso zum Einsatz wie bei komplexen Lichtinstallationen in großen Gebäuden. So ist rund um die Uhr ein Monitoring möglich und die Beleuchtung kann in jedem Bereich an individuelle Bedürfnisse angepasst werden. Sowohl die Lichtstärke als auch die Lichtfarbe kann per App einfach gesteuert werden. So kann im Madrider  Spitzenrestaurant Tatel schnell auf die individuellen Bedürfnisse der Gäste eingegangen werden: von der diskreten Beleuchtung bis zur Inszenierung kann der Restaurant-Manager die gewünschte Lichtsituation einfach über Tablet oder Smartphone einstellen.

Das System setzt dabei auf Standard-Hardware und Internet-Technologie. Das Gateway als Herzstück des Systems sammelt sämtliche Daten und Parameter der angeschlossenen DALI-Geräte und überträgt sie über TCP/IP in die zentrale connecDIM Cloud. Der Zugriff ist über Webbrowser von jedem Computer aus möglich, sowie drahtlos über Tablets und Smartphones. Für den drahtlosen Zugriff gibt es anwendungsorientierte Apps: connecDIM Lite dient zur Überwachung und Steuerung der Lichtinstallation innerhalb des Gebäudes über das hauseigene WLAN und connecDIM Architect dient der Inbetriebnahme und Wartung der Anlage. Pro Gateway können vier DALI-Linien mit jeweils bis zu 256 DALI-Geräten angeschlossen werden.

ready2mains

Durch ready2mains ist eine digitale Übertragung von Daten über die vorhandene Netzleitung möglich. So lassen sich Dimmbefehle ohne aufwändige Neuverdrahtung übertragen und ausführen. Von dieser Möglichkeit profitieren sowohl die Elektroinstallateure wie auch die Anwender. Eine herkömmliche dimmbare Beleuchtung soll sich auf diese Weise einfach und kostengünstig durch dimmbares LED-Licht ersetzen lassen. Laut Presseaussendung genügt es mit ready2mains die installierten konventionellen Leuchten aus der Installation zu entfernen und stattdessen neue dimmbare LED-Leuchten einzubauen. Die zugehörigen Betriebsgeräte müssen der ready2mains-Funktion ausgerüstet sein, welche in allen LED-Drivern der Serien TALEXXdriver Excite und Premium bereits integriert ist.

Als Interface zwischen der Bedieneinheit und den Leuchten dient das ready2mains Gateway. Dieses überträgt die Dimmbefehle digital auf die Netzleitung und ermöglicht so eine zuverlässige Datenübertragung. Zusätzliche Datenleitungen, wie bei DALI-/DSI- oder 1-10V-Systemen sind nicht erforderlich. Bei Bedarf können mehrere Bedieneinheiten oder Gateways parallel eingesetzt werden. Die Gesamtanschlussleistung eines Gateways im Einbaugehäuse liegt bei 400 VA. Insgesamt lassen sich so bis zu 15 LED-Leuchten mit ready2mains-Funktion anschließen. Die maximale Leitungslänge beträgt dabei 250 Meter.

Durch die Technologie wird Leuchtenherstellern die Konfiguration von Betriebsgeräten während der Fertigung erleichtert. Mit dem ready2mains Programmer ist es möglich Leuchten direkt über das Stromnetz zu konfigurieren, steuern und zu dimmen. Einzige Voraussetzung ist eine ready2mains-Schnittstelle am Betriebsgerät. Für die Befehlsübertragung kommen einfache Phasenabschnitte zum Einsatz, welche Konfigurationsbefehle übertragen. Der Strom lässt sich in 1-mA-Schritten konfigurieren. Bis zu fünf Driver können parallel konfiguriert werden.

Durch die automatisierte Konfiguration der Leuchten über die Netzleitung lassen sich Zeit und Kosten sparen. Die Programmierfunktionalität lässt sich auch in bestehende Produktionslinien flexibel einbinden. Für die einfache Integration in automatisierte Testabläufe steht eine USB-Schnittstelle mit entsprechenden Software-Treibern zur Verfügung.
Der ready2mains Programmer arbeitet mit verschiedenen Protokollen, neben ready2mains auch mit DALI über die integrierte DALI/USB-Schnittstelle und für den Outdoor-Bereich mit dem herstellerspezifischen Protokoll U6Me2. Bei Bedarf ist auch eine manuelle Programmierung über die integrierte Tastatur möglich.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
Werbung
Werbung