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Der Vorarlberger Leuchtenkonzern Zumtobel hat es im Geschäftsjahr 2014/15 (per Ende April) zurück in die Gewinnzone geschafft

Mit Rekord-Umsatz zurück in der Gewinnzone: Zumtobel legt starke Zahlen vor

24.06.2015

Der internationale Lichtkonzern Zumtobel Group konnte das Geschäftsjahr 2014/15 (1. Mai 2014 bis 30. April 2015) mit einem Rekordumsatz und einem deutlich verbesserten Ergebnis abschließen. Mit 1.312,6 Millionen Euro (Vorjahr: 1.246,8 Mio EUR) wurde der höchste Umsatz in der Konzerngeschichte erwirtschaftet. Das Ergebnis wurde von einem Minus im Vorjahr deutlich in die schwarzen Zahlen gedreht. Dies gelang nicht zuletzt aufgrund der Restrukturierung. 

Insbesondere das vierte Quartal konnte mit einem Umsatzplus von 9,0 Prozent zu dieser für Zumtobel erfreulichen Entwicklung beitragen. Der LED-Anteil am Gruppenumsatz lag im Berichtsjahr bei 49,8% (VJ: 33,6%).
Aufgrund des höheren Umsatzvolumens sowie der ersten positiven Effekte aus den Restrukturierungsmaßnahmen stieg das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (bereinigtes EBIT) um 39,7 Prozent auf 66,5 Mio EUR (VJ: 47,6 Mio EUR). Dies entspricht einer Umsatzrendite (bereinigte EBIT-Marge) von 5,1% (VJ: 3,8%). Das operative Ergebnis wurde aufgrund der Restrukturierungsmaßnahmen wie geplant von negativen Sondereffekten in Höhe von 25,4 Mio EUR belastet. Das Jahresergebnis verbesserte sich nach einem Verlust von 4,8 Millionen Euro im Vorjahr auf nun 11,9 Millionen Euro.

Sowohl das Leuchtengeschäft als auch das Komponentengeschäft konnten Umsatz und Ergebnis verbessern. Das Leuchtengeschäft (Thorn / Zumtobel) profitierte von einem besseren Marktumfeld in Europa, ersten positiven Impulsen aus der neuen, markenübergreifenden Vertriebsstruktur sowie einem stark steigenden Key-Account-Geschäft. Der Umsatz stieg um 5,5 Prozent auf 989,9 Millionen Euro (VJ: 938,4 Mio EUR), das bereinigte EBIT um 66,3 Prozent auf 63,7 Millionen Euro. Im Komponentengeschäft (Tridonic) konnten die rückläufige Nachfrage nach elektronischen Vorschaltgeräten und die entgangenen Umsätze aus aufgegebenen Geschäftsbereichen (Magnetik/Verbindungsklemmen) durch einen Anstieg der LED-Umsätze (plus 79,6%) als kompensiert werden. In Summe stieg der Segmentumsatz um 2,4 Prozent auf 393,8 Millionen Euro (VJ: 384,5 Mio EUR), das bereinigte EBIT verbesserte sich um 13,1Prozent auf 28,4 Millionen Euro.

Der Vorstand der Zumtobel Group AG sieht das Unternehmen nun „ausgezeichnet positioniert“, um von den Wachstumsimpulsen der Branche „überdurchschnittlich zu profitieren“. In Folge erwartet der Vorstand für das bereits angelaufene Geschäftsjahr 2015/16 ein Umsatzwachstum von rund fünf Prozent und ein operatives Ergebnis (bereinigtes EBIT) von 90 bis 100 Millionen Euro.

Restrukturierung

Der Konzern wurde stark umstrukturiert. Durch einen neuen, strategischen Mehrmarkenansatz werden Wachstums- und Kostensynergien im Leuchtenvertrieb gehoben. Dazu wurden im Berichtsjahr die bislang getrennten Vertriebe von Zumtobel und Thorn in eine gemeinsame Vertriebsorganisation zusammengeführt und diese nach drei Vertriebskanälen – Projektgeschäft, Endkunden und Großhandel – strukturiert.
Im Bereich der Produktion wurden die bisherigen Zumtobel und Thorn Leuchtenwerke in einen globalen Fertigungsverbund zusammengeführt. Zur Verbesserung der Auslastung wurden die Leuchtenwerke in Landskrona (Schweden) und Tianjin (China) geschlossen und das Produktionsvolumen auf andere Werke im Konzern verlagert. Im Leuchtenwerk Lemgo wurde die Belegschaft über Restrukturierungspläne zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit informiert. Im Bereich der Komponentenfertigung wurde – in Folge des Technologiewandels – das Werk in Ennenda (Schweiz) geschlossen und ein weiteres Werk in Auckland (Neuseeland) verkauft. Darüber hinaus wurde das Geschäft mit Verbindungsklemmen mit Sitz in Innsbruck (Österreich) verkauft.
Um weitere Einsparpotentiale zu erschließen, wurden die Einkaufsaktivitäten beider Segmente in einer gruppenweiten Einkaufsfunktion gebündelt. 
Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten wurden weiter ausgebaut. Die Schwerpunkte liegen dabei auf den Themen LED-Effizienz und –Optiken, Sensorik und Controls sowie Software-Entwicklung und Datenmanagement. In Folge stieg der Aufwand für F&E von 71,8 Million Euro im Vorjahr auf nun 79,0 Millionen Euro.

Der Personalstand der Zumtobel Group erreichte zum Bilanzstichtag 30.04.2015 7.234 Vollzeitkräfte weltweit (inklusive Leiharbeiter, ohne Lehrlinge). Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahresstichtag einem leichten Rückgang um 0,8 Prozent. In Österreich gab es – aufgrund des Verkaufs des Geschäfts mit Verbindungsklemmen in Innsbruck – einen leichten Personalabbau auf nun 2.355 Vollzeitkräfte. Am Konzernsitz in Dornbirn / Vorarlberg stieg die Anzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von 1.880 zum Vorjahresstichtag auf nun 2.060 Vollzeitkräfte an. Dort waren zusätzlich auch 77 Lehrlinge beschäftig.

 

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
Original erschienen am 24.06.2015: Elektrojournal.
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