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Nationaler James Dyson Award: Sieger steht fest

28.08.2015

Den Nationalen James Dyson Award 2015 geht an Michael Kogelnik,  Absolventen der Industrial Design Klasse der Kunstuniversität in Linz. Er entwickelte einen Koffer, der Anzüge knitterfrei von A nach B bringt. 

Österreichischer James Dyson Award-Sieger Michael Kogelnik wird man nicht mehr in zerknitterten Anzügen sehen
Keine Falte verspricht der C38

Michael Kogelnik ist damit der erste nationale Gewinner des James Dyson Awards, dessen Projekt bereits die Marktreife erlangt und zwei Patente angemeldet hat. Als Vielflieger kennt er das Problem von im Koffer zerknitterter Kleidung wohl nur zu gut. So stellte auch er sich die Frage, wie er seinen Anzug am besten transportiert. Mit dem Gedanken: Es muss doch einfach einen besseren Koffer geben als das, was am Markt zu finden war“ entstand eine neue Geschäftsidee. Das Ergebnis ist seit Februar zu einem Preis von 685 Euro im firmeneigenen Onlineshop (www.vocier.com) oder im Fachhandel erhältlich.

Insgesamt fünf Mal wurde das Konzept neu entwickelt und überdacht. Immer wieder galt es verschiedene Probleme zu lösen: Das Produkt war zu schwer, zu schwierig zu bedienen, nicht zu vernünftigen Kosten herstellbar. Die Lösung fand sich in einer Dokumentation über den Lotus 49. Die Idee den Motor, den schwersten Teil des Autos, als tragendes Bauteil zu konstruieren wurde auf den Koffer umgemünzt. Die Aluminium-Ausziehstangen wurden so zur tragenden Säule des Koffers.

Die Grundfaktoren für Knitterfalten sind Druck und ein enger Radius, um den der Stoff gelegt wird. Der C38 eliminiert beide Faktoren und garantiert einen knitterfreien Transport für bis zu zwei Anzüge. Der Anzug wird dabei in einem speziellen Fach verstaut, welches sich ähnlich einem umlaufenden doppelten Boden um das Innere des Koffers legt. Ein schneller Security-Check-Prozess wird durch einen Zugriff auf das Innere des Koffers von oben ermöglicht. Außerdem verfügt der C38 über einen ebenfalls patentierten Ausziehgriff mit integrierter Tasche. Gefertigt wird der Koffer aus schlagzähmodifizierten Kunststoffen und italienischem Leder.

„Der C38 ist eine Lösung für ein Problem, das viele Reisende haben. Es freut uns, dass wir heuer einen Jungunternehmen mit dem nationalen James Dyson Award auszeichnen können und wünschen ihm viel Erfolg für den Ausbau seines Unternehmens und noch viele gute Ideen für neue Produktentwicklungen“, sagt Peter Pollak, Managing Director Dyson Österreich.

Überzeugt vom Produkt war auch die vierköpfige Fachjury. „Die Lösung für das Problem ist in technischer und funktioneller Hinsicht gelungen. Damit hat der Designer Michael Kogelnik die Bewertungsrichtlinien des James Dyson Awards perfekt erfüllt. Ich würde das Produkt kaufen“, meint Eberhard Schrempf, Geschäftsführer der Creative Industries Styria, zum C38.

Die weiteren vier Projekte die in die nächste Runde aufsteigen sind:

Cowalker: ein modulares Schuhsyste zur Vorbeugung von Fußfehlstellungen, bestehend aus einem flexiblen Minimalschuh und einem festen Überschuh von Billie Rehwald – Industrial Design – Universität für Angewandte Kunst in Wien

Wintersonne: ein interaktives Beleuchtungselement für den Außenbereich zur Prävention von Winterdepression von Billie Rehwald und Daniel Kloboucnik – Industrial Design – Universität für Angewandte Kunst in Wien

Mobilab: Ein modulares Labor um mobil zu forschen von Lukas Pressler – Industrial Design – Universiität für Angewandte Kunst in Wien

Medisafe: leichter, modularer Schutzhelm für Rettungssanitäter in alltäglichen Szenarien und Katastropheneinsätzen. Eine digitale Schnittstelle verbessert Kommunkation, Koordination und unterstützt Arbeitsabläufe auf gezielte Weise von Aaron Wansch – Design & Produktmanagement – FH Salzburg

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
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