Direkt zum Inhalt
In einem fünf Tage und fünf Nächte andauernden Flug wird das ausschließlich durch Sonnenenergie betriebene Flugzeug Solar Impulse 2 den Pazifik überqueren.

Pazifiküberflug als Königsetappe: Solarbetriebenes Flugzeug

29.06.2015

Von China nach Hawaii, mit der Kraft der Sonne, soll das Flugzeug namens Solar Impulse 2. Fünf Tage und fünf Nächte braucht es ohne Zwischenlandung, um den Pazifik zu überqueren. Die dafür entwickelten Solarpaneele haben mehr Effizienz als herkömmliche Solarzellen. Das Ziel des Projekts ist es, das Bewusstsein für die Nutzung alternativer Energiequellen im Alltag – wie den Einsatz von Solaraufzügen – zu stärken.

Am 29. Juni startete das Flugzeug Solare Impulse 2 zur Überquerung des Pazifiks, der weitaus längsten Etappe am Weg zur Weltumrundung. Während des Flugs wird das treibstofflose Flugzeug ausschließlich durch Sonnenenergie und mit Hilfe spezieller Akkubatterien betrieben. Um die Kraft der Sonne bestmöglich nutzen zu können, wurden an der Oberseite der Tragflächen über 17.000 Solarzellen angebracht. Sie sind mit 135 Mikrometer so dünn wie ein menschliches Haar und versorgen das Flugzeug mit einer Effizienz von 22,7 Prozent, während herkömmliche Solarpaneele auf Hausdächern nur 16 Prozent erreichen. Nur Satelliten-Solarpaneele erreichen mit 30 Prozent eine noch größere Effizienz, stellten sich aber wegen ihres Gewichts als zu schwer für das Solarflugzeug heraus.

Mit der Weltumrundung in einem rein solarbetriebenen Flugzeug wollen die Piloten Bertrand Piccard und André Borschberg auf die Nutzung alternativer Energiequellen im Alltag aufmerksam machen. Die Schindler Gruppe, von Beginn an Hauptpartner von Solar Impulse, nutzte die Zusammenarbeit bei der Entwicklung und Umsetzung des Projekts auch für die Weiterentwicklung der eigenen Produktpalette. So wurde beispielsweise mit dem Solaraufzug eine ressourcenschonende Lösung für den Mobilitätsbedarf der urbanen Gesellschaft gefunden und serienreif gemacht. Die Variante wurde auf Basis des Aufzugsmodells 3300 entwickelt und bezieht seine Energie über eine Plug-In Verbindung zur Photovoltaikanlage. Mit einem sogenannten Energy Storage Device wird überschüssige Sonnenenergie für die Inbetriebnahme des Aufzugs bei Nacht oder Schlechtwetter gespeichert.

Auch bei einem Stromausfall lässt sich der Solaraufzug nahtlos in Betrieb halten. Damit trägt das Aufzugsmodell von Schindler zu einer Steigerung der Energieeffizienz in Wohn- und Geschäftsgebäuden sowie zu einer Senkung der Betriebskosten für Gebäudeeigentümer bei. 3300-Solar ermöglicht eine effiziente Raumnutzung, denn der Antrieb ist direkt im Schachtkopf untergebracht und benötigt keinen separaten Maschinenraum.

Bei der letzten Station der Solar Impulse 2 in China besuchte der Pilot Bertrand Piccard mit seinem Team das Schindler-Fahrtreppen-Werk in Jiading. Im Zentrum des Besuchs stand die Fähigkeit der Fahrtreppen, überschüssige Energie wieder in das Stromnetz zurück zu speisen.

Autor/in:
Redaktion Elektrojournal
Original erschienen am 29.06.2015: Elektrojournal.
Werbung
Werbung