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Auch wenn es nur drei aufs Treppchen schafften, waren doch alle Sieger.

Und der Metallica 2016 geht…

30.03.2016

Auch heuer fanden sich die besten Lehrlinge Niederösterreichs zusammen, um ihr Können am Tag des High Tech Lehrlings unter Beweis zu stellen und um die begehrte Trophäe, den Metallica 2016, zu kämpfen.

In den Berufsschulen gibt es noch einige freie Plätze für Lehrlinge der Elektrotechnik.
Innungsmeister Friedrich Manschein weiß, was Lehrlinge in den Beruf mitbringen müssen.

Am 17. März fand im Wifi St. Pölten erneut der Tag des High Tech Lehrlings statt. Dabei stellen nicht nur die besten Lehrlinge Niederösterreichs ihr Können zur Schau, sondern bieten auch  interessierten Schülern Einblicke in mögliche Berufsfelder. Präsentiert wurden insgesamt 13 Bewerbe, darunter zehn  Schaubewerbe und drei Schauwettbewerbe.  Teilnehmer an letzterem hatten die Möglichkeit die Auszeichnung als bester Lehrling, den Metallica 2016, zu erhalten.

Ab acht Uhr morgens arbeiten die Lehrlinge aus der Metall-, Elektrotechnik und der Mechatronik an ihren Aufgaben mit dem Ziel der beste Lehrling Niederösterreichs zu werden. Nicht weniger enthusiastisch geht es in den zehn Schaubewerben zu. Hier winkt zwar kein Preis, jedoch die Möglichkeit den Berufszweig Schülern näher zu bringen und neue Lehrlinge für ihre Branche zu akquirieren. Eine wichtige Aufgabe, bedenkt man die seit Jahren sinkenden Lehrlingszahlen.

Einem arbeitsintensiven Tag folgt die mit Spannung erwartete Preisverleihung. Nach begrüßenden Worten von Robert Essbüchl, Geschäftsführer von EVN Netz und Sponsor des Tag des High Tech Lehrlings, kommen die Innungsmeister der verschiedenen Branchen zu Wort, welche sich einig sind, dass ein derartiges Event einen Gewinn für jeden darstellt. Josef Breiter, Vizepräsident der Wirtschaftskammer Niederösterreich sieht darin vor allem einen, für die Lehrlingsfindung, wichtigen Faktor: „Es wird immer schwieriger Lehrlinge zu finden, die geeignet sind. Die Ausbildungsschienen sollten deshalb in eine gemeinsame Richtung arbeiten und nicht gegeneinander. Immerhin sind die Facharbeiter ausgesprochen wichtig für unsere Wirtschaft.“

Einig ist man sich in den Sparten Metall und Elektrotechnik auch darin, dass es nicht nur um den Award geht. „Für mich gibt es hier lauter Sieger. Zwar können nicht alle auf dem Treppchen stehen, aber mitnehmen tut jeder etwas“, meint Wolfgang Ecker aus der Sparte Metall. Ähnliches bekommt man vom Innungsmeister der Elektrotechnik, Friedrich Manschein, zu hören: „Es sind alle Gewinner. Sie alle haben Mut bewiesen und sich dem Wettbewerb gestellt.“

Im Wettbewerb für Elektrotechnik schafften es Daniel Christoph Keusch (Platz 3) , Matthias Hüttenberger (Platz 2) und Lukas Engelhart (Platz 1) auf das begehrte Podest.  Sie zählen zu den besten Nachwuchstalenten einer zukunftssicheren Branche, wie Friedrich Manschein feststellte: „Alle anderen Berufe brauchen die Elektrotechnik. Wir sind ein typischer Hersteller von Infrastruktur.“ Umso alarmierender ist es, dass die Zahl der Lehrlinge tendenziell sinkend ist. Um dem entgegenzuwirken wird der Beruf im Rahmen einer niederösterreichweiten Initiative in Schulen vorgestellt. Nächstes Jahr soll allen Haupt- und Mittelschulen ein Besuch abgestattet und das modulare Ausbildungssystem und die nötigen Eigenschaften von Lehrlingen erläutert werden. „Wir brauchen körperlich tüchtige Lehrlinge mit handwerklichem Geschick und räumlichem Vorstellungsvermögen die in der Lage sind Abläufe schnell zu erfassen. Auch Mädchen werden in unserer Branche gerne gesehen. Leider sind sie immer noch stark in der Unterzahl, obwohl sie oft gute Voraussetzungen mitbringen würden“, erklärt Manschein. Aber wer weiß, vielleicht hat der Beruf des Elektrotechnikers am Tag des High Tech Lehrlings eine Menge Schülerinnen fasziniert  und die Metallica der nächsten Jahre befinden sich in Frauenhand.  

Barbara Sirucek

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