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Wer klimafreundlich heizt, kann viel zum Klimaschutz beitragen.

12 Millionen Altkessel in Deutschland

30.09.2019

In Deutschland wurde das Klimaschutzpaket 2030 geschnürt. Dieses war auch großes Thema auf der Wärmekonferenz vorige Woche.

Ein lange und heiß diskutierter Punkt des Klimaschutzpaketees 2030 war das von der SPD geforderte Verbot von Ölheizungen. Hier konnte man sich folgendermaßen einigen: Ab 2026 soll der Einbau neuer Ölheizungen verboten werden, Auf alle Fälle dann, wenn laut dem Eckpunktepapier "eine klimafreundlichere Wärmeerzeugung möglich ist". 
Bis zu 40 Prozent Förderung bekommen jene, die ihre alte Ölheizung gegen ein klimafreundlicheres Modell austauschen.

CO2-Einsparung durch Heizungstausch

Auf der Deutschen Wärmekonferenz machten die drei Verbände, der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH), der Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) und der Deutschen Großhandelsverband Haustechnik (DG Haustechnik), deutlich, dass der Austausch eines veralteten Heizkessels bis zu 2,7 Tonnen CO2-Einsparung bringt. „Würden die in den deutschen Heizungskellern schlummernden 12 Millionen Altkessel auf einen Schlag ausgetauscht, kämen immerhin 32 Millionen Tonnen CO2-Minderung pro Jahr zustande. ZVSHK, BDH, DG Haustechnik betonen, dass kein anderer Energieverbrauchssektor in Deutschland so hohe CO2-Minderungspotenziale aufweist wie die Heizung."

Dr. Hans Henning, Hauptgeschäftsführer des DG Haustechnik „Man muss bedenken, dass alleine auf die Heizung und das Warmwasser ein Drittel des Endenergieverbrauchs und ca. ein Drittel der deutschen CO2-Emissionen entfallen“.

40 Prozent Förderung für Austausch

Begrüßt wird auch die Austauschprämie in Deutschland: „Die Austauschprämie für alte Ölkessel oder andere fossil betriebene Heizungen betrachten wir als positive Ergänzung zu den steuerlichen Anreizen“, meint Michael Hilpert, Präsident des ZVSHK. „Diese Austauschprämie von 40 Prozent der Investitionssumme dürfte helfen, den enormen Modernisierungsstau in deutschen Heizungskellern beschleunigt aufzuheben."

 

Autor/in:
Bettina Kreuter
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