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15.000 Wohnraumlüftungen

17.09.2009

Der Boom bei Wohnraumlüftungen hält weiter an. Die Nachfrage wächst 2008 erneut um + 24,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf historische 15.000 Stück, analysierte das Institut für Marktanalysen Kreutzer, Fischer & Partner in einer aktuellen Studie.Kommentar: Martin Niederer, Kreutzer, Fischer & Partner

Treiber der anhaltend großen Nachfrage nach Wohnraumlüftungen sind allen voran die aktuellen Richtlinien in der Wohnbauförderung, die den Einbau von Wohnraumlüftungen selbst für Bauträger im sozialen Wohnbau interessant machen. Auch der Trend zum Passiv bzw. Niedrigenergiehaus, wo der Einsatz von kontrollierten Wohnraumlüftungen zwingend notwendig ist, treibt die Nachfrage. Und schließlich werden Wohnraumlüftungen zunehmend im mehrgeschoßigen Wohnbau als Schimmel-Prävention aufgrund immer kürzerer Bauzeiten bzw. Trocknungszeiten eingebaut.

Nicht zuletzt deswegen kommen rund zwei Drittel der Gesamtnachfrage aus dem Neubau. Noch rascher als der Markt wächst 2008 aber die Nachfrage aus der Sanierung: + 35,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Verantwortlich dafür ist der boomende Absatz der vergleichsweise günstigen Außenwandgeräte, die in der Sanierung durch ihren unkomplizierten Einbau punkten.
Auch für 2009 und 2010 erwartet das Marktforschungsinstitut Zuwachsraten im zweistelligen Bereich – wenn auch schwächer als zuletzt. Durchschnittlich wird die Nachfrage um rund + 14,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr p. a. auf knapp 20.000 Anlagen im Jahr 2010 wachsen.

Wohnraumlüftungen ohne Wärmerückgewinnung mittelfristig nicht konkurrenzfähig.
Die Wettbewerbsanalyse zeigt deutlich: Wohnraumlüftungen ohne Wärmerückgewinnung sind immer weniger konkurrenzfähig. Während Wohnraumlüftungen mit Wärmerückgewinnung 2008 je nach Produktart zwischen + 27,1 und 37,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr wachsen, sinkt der Absatz von Wohnraumlüftungen ohne Wärmerückgewinnung um – 10,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Ihr Marktanteil beträgt damit nur noch 20,7 Prozent. 2005 waren es noch 35,8 Prozent. Grund für die abnehmende Beliebtheit ist zum einen die Förderpolitik, die in manchen Bundesländern Wärmerückgewinnung für die Förderwürdigkeit zwingend vorschreibt, zum anderen energetische Vorteile der Wärmerückgewinnung. So können bis zu 90 Prozent der in der Abluft enthaltenen Energie oder bis zu einem 20-Fachen des Stromverbrauchs der Lüftungsanlage zurückgewonnen werden. In einem Durchschnittshaushalt können damit mit richtiger Planung, dichter Gebäudehülle, passender Gerätewahl und richtiger Benutzung 2.000 bis 3.000 kWh Energie pro Jahr eingespart werden.

Autor/in:
Redaktion Gebäudeinstallation
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