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LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf und Nachhaltigkeitsministerin Elisabeth Köstinger sagen Ölkesseln in ganz Österreich bald "Auf Wiedersehen".

Adieu für Heizkessel in Österreich

15.04.2019

Bis 2020 soll es ein österreichweites Verbot von Ölkesseln in Neubauten geben. Umgesetzt wird es bereits in Niederösterreich.

Klimaschutz wird im Wohnbau groß geschrieben: Bei der Klimaschutzkonferenz Mitte April gab es dafür einen weiteren Vorstoß: Die Klima-Landesräte einigten sich darauf, dass Ölheizungen in Neubauten möglichst rasch der Vergangenheit angehören sollen.
Der Beschluss wurde von Niederösterreich eingebracht, das bereits seit Jahresbeginn ein Verbot zum Einbau von Ölkesseln im Neubau in seiner Bauordnung umgesetzt hat. Dazu soll auch eine bundesweite Wärmestrategie erarbeitet werden. Ein wesentlicher Teil darin soll ein langfristiger, sozial verträglicher und vollständiger Umstieg von Ölheizungen auf erneuerbare Energieträger sein.

Meisten Ölheizungen in der Steiermark

Den höchsten Anteil an Ölheizungen hat derzeit noch die Steiermark mit insgesamt 150.000 Ölheizanlagen, gefolgt von Oberösterreich mit fast 132.000 und Tirol mit mehr als 128.000 Haushalten. Im Verhältnis zur Anzahl aller Haushalte bedeutet das, dass in Tirol 27 Prozent und in Kärnten und Vorarlberg knapp 21 Prozent aller Haushalte mit Öl heizen, während in Niederösterreich noch 11,7 Prozent, im Burgenland 13,5 Prozent und in Oberösterreich 14,6 Prozent auf Ölheizungen setzen.

Abschied von Ölheizungen

Die Klimaschutzreferenten werden sich mit Nachdruck dafür einsetzen, dass bis spätestens 2020 ein Verbot von Ölheizungen im Neubau in allen Bundesländern erfolgt. Ebenso, dass der Ersatz von fossilen Ölheizungen durch Heizsysteme mit erneuerbaren Energieträgern auch in der Sanierung zügig und mit Unterstützung attraktiver Förderungsinitiativen und Lenkungsmaßnahmen von Bund und Ländern forciert wird und damit spätestens 2025 ein schrittweiser Ausstieg aus dem fossilen Ölheizungsbestand, beginnend mit Kesseln, die älter als 25 Jahre sind, unter Berücksichtigung sozialer und technischer Aspekte, erfolgt.

 

Autor/in:
Bettina Kreuter
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