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AUVA verfasst Sicherheits-Charta

22.05.2018

Gerade auf Baustellen tummeln sich viele Gefahrenquellen. Um in diesem Umfeld die Sicherheit zu erhöhen, hat die AUVA die Sicherheits-Charta initiiert.

Die häufigsten Unfälle passieren nach wie vor in der Branche Bau wie man bei der AUVA weiß. Dabei sind oftmals der Verlust der Kontrolle bei Handmaschinen (Kreissäge, Winkelschleifer, etc.) oder Transportmittel, Stress, Überbelastung und Ermüdung durch lange Arbeitszeiten, Unordnung auf der Baustelle, Unaufmerksamkeit sowie die fehlende Schutzausrüstung und das Fehlen von Sicherheitseinrichtungen der Grund dafür.

Auch Arbeitsunterbrechung gerechtfertigt

„Gefahr erkennen - Gefahr sofort beheben – Weiterarbeiten“ – das sind die drei wichtigen Schlagworte, die am Leitbild der von der AUVA initiierten Sicherheits-Charta stehen. Konkret bedeutet das: Wer immer auf einer Baustelle eine mögliche Gefahr für die dort tätigen Arbeitnehmer erkennt, soll alles dazu beitragen, um diese Gefahr schnellstmöglich zu beseitigen. Wenn notwendig, ist bis zur Beseitigung einer möglichen Gefährdung auch eine Arbeitsunterbrechung gerechtfertigt. Sind alle Maßnahmen des ArbeitnehmerInnenschutzes gesetzt, kann wieder weitergearbeitet werden. 

Verantwortungsvoll auf Sicherheit achten

Die Sicherheits-Charta bedeutet damit auch einen gewissen Paradigmenwechsel am Bau: Wesentlich stärker als in der Vergangenheit werden partnerschaftliche Aspekte berücksichtigt. Als mündige Mitarbeiter müssen Dienstnehmer aber auch die sicherheitsrelevanten Weisungen ihrer Vorgesetzten befolgen und dürfen nicht achtlos auf die Verwendung von sicherheitsrelevanten Komponenten (z. B. Verwendung der persönlichen Schutzausrüstung (PSA)) verzichten. Aus den Vorgesetzten wiederum werden Führungskräfte, die es als ihre Aufgabe ansehen, verantwortungsvoll auf die Sicherheit der ihnen zugeteilten Dienstnehmer zu achten und entsprechend zu agieren.

Acht Regeln für mehr Sicherheit

Regel 1: „Wir sichern Absturzkanten“ 
Regel 2: „Wir sichern Bodenöffnungen sofort“
Regel 3: „Wir bedienen Krane vorschriftsgemäß und führen  Anschlag-, Einweise- und Absetzarbeiten sicher durch“
Regel 4: „Wir benützen nur geeignete Leitern und setzen diese sicher ein“
Regel 5: „Wir arbeiten nur auf sicheren Gerüsten“
Regel 6: „Wir erstellen sichere Zugänge zu allen Arbeitsplätzen“
Regel 7: „Wir tragen die persönliche Schutzausrüstung“
Regel 8: „Wir sichern Künetten, Gräben und Baugruben ab einer Tiefe von 1,25 m“

Autor/in:
Bettina Kreuter
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