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Bauteilaktivierung statt Klimaanlage

02.07.2019

Die Bauteilaktivierung eignet sich für Neubauten. Sie ist eine Alternative zu Klimaanlagen, in Wien denkt jeder Zweite an deren Anschaffung.

Beton kann als Wärmespeicher für erneuerbare Energien dienen und damit auch für die Kühlung von Räumen genutzt werden. Die Wirkung von Beton als ausgleichende thermische Masse in Gebäuden ist bauphysikalisch einfach nachvollziehbar, den Vergleich der Sommertauglichkeit von Bauweisen ermöglicht beispielsweise das Online-Tool Thesim 3D, das Planern und Bauherren zeigt, wie sich die Baustoffwahl oder der Sonnenschutz auf das Hitzeverhalten von Gebäuden auswirkt.

Bei der Bauteilaktivierung werden massive Gebäudeteile mit Leitungen – ähnlich wie bei einer Fußbodenheizung – versehen, die mit kühlem Wasser durchströmt werden. Die Wärme wird dem Raum über den gesamten Bauteil entzogen, zum Kühlen ist die Decke am besten geeignet, aber auch Wände und eingeschränkt der Boden sind möglich. Im Raum entsteht so ein angenehmes und gleichmäßiges Klima. Außen brütende Hitze, innen wohltemperiert und kühl – mit aktivierten Bauteilen. Die Bauteil- oder Betonkernaktivierung wird schon lange in Bürogebäuden eingesetzt und hat sich dort vielfach bewährt. Die Technologie kommt nun zum Heizen und Kühlen verstärkt auch im Wohnbau zum Einsatz. Die Stadt Wien wie auch zahlreiche Bauträger haben die Vorteile der Bauteilaktivierung längst erkannt, erste Wohnbauten mit der smarten Technologie sind in Fertigstellung, bei Schulbauten wird ebenfalls auf die Speicherfähigkeit von Beton gesetzt. Auch bei der Sanierung können Bauteile aktiviert werden.

www.zement-beton.co.at

Autor/in:
Redaktion Gebäudeinstallation
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