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Das kostet Heizen in Österreich

15.11.2017

Kurz vor dem Winter hat die Österreichische Energieagentur ihren Heizkostenvergleich um Investitionskosten und Energiepreise aktualisiert.

Im einzigen unabhängigen Vollkostenvergleich Österreichs werden nicht nur die Brennstoffpreise, sondern alle anfallenden Kosten der Heizsysteme inklusive Investitions- sowie Wartungs- und Instandhaltungskosten einander gegenübergestellt. So sieht man auf einem Blick, wie viel ein durchschnittlicher österreichischer Einfamilienhausbesitzer für sein Heizsystem tatsächlich zahlt. Zudem analysiert die Österreichische Energieagentur die durch Heizsysteme verursachten CO2-Emissionen. So zeigt sich die umweltfreundlichste Art und Weise, das Eigenheim zu heizen.

„Bei Heizsystemen spielt Energieeffizienz eine immer bedeutendere Rolle. Das zeigt sich auch beim Ergebnis unseres Vollkostenvergleichs, bei dem hocheffiziente Heizsysteme deutlich im Vorteil sind“, bringt Peter Traupmann, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur, eines der Hauptergebnisse des aktualisierten Heizkostenvergleichs auf den Punkt.

Heizkosten hängen nicht nur vom gewählten Heizungssystem, sondern auch maßgeblich von der thermischen Qualität des Gebäudes ab. Daher dient beim Heizkostenvergleich der Österreichischen Energieagentur ein charakteristisches Einfamilienhaus in drei verschiedenen thermischen Varianten (thermisch unsaniert/thermisch saniert/aktueller Neubaustandard) als Referenzgebäude.

Erdgas-Brennwertsysteme sind sowohl bei sanierten als auch bei unsanierten Gebäuden die kostengünstigste Variante zu heizen, gefolgt von Luft/Wasser-Wärmepumpen. Beim Neubau dreht sich diese Platzierung um, hier liegt die Luft/Wasser Wärmepumpe auf Platz 1. Auf Platz 3 ist die Vielfalt der Systeme größer, hier finden sich Fernwärme (saniertes Gebäude), Öl-Brennwert (Neubau) und Stückholz (unsaniertes Gebäude). Ölbrennwertkessel befinden sich bei allen Gebäudevarianten im Mittelfeld, sie weisen jedoch auch die höchsten CO2-Emissionen auf.

In Sachen Klimaschutz punkten Biomassesysteme, die mit Scheitholz oder Pellets betrieben werden. Denn die CO2--Emissionen eines Öl-Brennwertsystems sind um bis zu 33-fach höher als beispielsweise beim Scheitholz.

Autor/in:
Redaktion Gebäudeinstallation
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