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Der gläserne Markt

25.02.2013

Der Verband der Installations-Zulieferindustrie VIZ lud Ende Jänner ins Wiener Hotel Kahlenberg zum ersten österreichischen Trendkongress.

Text: Kersten Viehmann

Der Verband der Installationszulieferindustrie (VIZ) hat Mitte 2012 das renommierte Unternehmensberatungshaus Querschiesser – deutschen Industrie- und Großhandelsfirmen bestens bekannt – mit einer Umfrage bei mehr als 500 österreichischen Installateuren beauftragt. Mehr als 62 Warengruppen aus der gesamten SHK-Branche wurden abgefragt und die Ergebnisse jetzt präsentiert.

Die Präsentation erfolgte am 24. Jänner im Hotel Kahlenberg in Wien vor mehr als 70 Teilnehmern aus allen Bereichen der SHK-Branche. Zum Einstieg referierte Christian Hehenberger über die langfristige Entwicklung in Europa und über die neue Käuferschicht 50+. Hier gibt es für die Branche viel zu gewinnen. Die Adaption der Bäder, der Technik, insbesondere der Raumwärme, ist für die Zielgruppe ein wesentliches Anliegen. Entsprechende finanzielle Mittel sind vorhanden. Allerdings sind individuelle maßgeschneiderte Lösungen notwendig, die auch einiges an Beratungsleistung erfordern.

 

Die Trendstudienergebnisse

Anschließend präsentierte Arno Kloep die Ergebnisse der Trendstudie. Die Umfragen aus den einzelnen Warengruppen lieferten für einige Zuhörer viele neue Gesichtspunkte. Die großen Gewinner 2013 werden aus der Heizungsbranche kommen. Die Sanitärseite wird zwar nicht direkt verlieren, aber große Zugewinne sind hier für das aktuelle Jahr nicht prognostiziert (Grafik 1, Grafik 2).

Interessant ist, dass die Handwerker keine neuen Produkte von den Herstellern einfordern. Die Vielzahl ist mit dem derzeitigen Produktsortiment mehr als zufrieden. Auf der bevorstehenden ISH in Frankfurt werden uns die Hersteller sicherlich vom Gegenteil überzeugen wollen, aber allzu hohe Erwartungen sollten sie zumindest für Österreich nicht haben (Grafik 3). Ein Ergebnis, über das sich der heimische Großhandel sehr freuen wird, ist die Form des Einkaufs. Das Thema Internet- und Versandhandel spielt eine untergeordnete Rolle. Im Geschäftsbereich zeigt sich auch, dass Social Medias wie Facebook, Twitter etc. keine Bedeutung spielen.

 

Deutliche Marktunterschiede

Zum Abschluss stellte Arno Kloep noch einige Thesen auf, die allerdings auf deutsche Umfrageergebnisse basieren. Um entsprechende Ableitungen für Österreich zu treffen, bedarf es noch weiterer Umfragen in den nächsten Jahren. Unterschiede zwischen den Märkten gibt es jedenfalls, und die sind tendenziell sogar sehr deutlich.

Autor/in:
Redaktion Gebäudeinstallation
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