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Ein Biomassepionier wird 20

08.08.2014

Anfangs belächelt, heute ganz vorn mit dabei. Wie sich KWB im Laufe der Jahre zu einem der erfolgreichsten Biomasse-Heizungshersteller entwickelt hat, wurde beim 20-Jahr-Jubiläum 
des Unternehmens gefeiert. 

Was haben ein Erbe einer Autodynastie und ein Heizungshersteller gemeinsam? Diese Frage beantwortete Laudator Daniell Porsche den geladenen Gästen persönlich. Denn der Urenkel von Ferdinand Porsche besitzt mehrere KWB-Heizungen und sieht viele Parallelen zu seiner eigenen Unternehmensphilosophie. So begeisterte er bei mit seinem Credo, dass die Wirtschaft kein Selbstzweck und Geld auch nicht dafür da sei, um es zu horten – beides müsse einen gesellschaftlichen wie sozialen Nutzen stiften. Und gerade diese Einstellung war für den Querdenker auch Entscheidungsgrundlage, sieben Heizungen von KWB für seine geförderten Walddorfschulen, Walddorfkindergärten, Kultureinrichtungen und für sein Privathaus zu erwerben. Und damit nicht genug: „Anlässlich 20 Jahre KWB werde ich heuer noch versuchen, 20 Heizungen zu kaufen beziehungsweise für KWB zu verkaufen“, so der Walddorfpädagoge und Musiktherapeut.

Unternehmensgeschichte. KWB wurde 1993 gegründet und ist mit rund 400 Mitarbeitenden zu einem der größten Biomasse-Heizkesselerzeuger Europas aufgestiegen. Bei einem Jahresvolumen von 6.000 Stück verkauften Heizungen liegt der Umsatz bei 74 Millionen Euro. Der Exportanteil beträgt 75 Prozent. Eingesetzt werden die Heizungen zu 90 Prozent im Neubau und zu zehn Prozent in der Sanierung.
Heuer wurden Investitionen in In­frastruktur und Innovationen in der Höhe von sieben Millionen Euro getätigt. Firmengründer und Geschäftsführer Erwin Stubenschrott: „Wir haben in den letzten Jahren viel investiert, und unsere Saat beginnt nun zu keimen. Dafür gibt es mehrere Gründe: Wir setzen konsequent auf Innovation und wenden umfangreiche Mittel für Forschung und Entwicklung auf, um einen maximalen Heizkomfort gekoppelt mit niedrigsten Emissionswerten für unsere Kunden zu erreichen. 

Wie alles begann. Das nun 20-jährige Unternehmen geht auf den Pioniergeist des Wissenschaftlers Prof. Dr. August Raggam und des überzeugten Biobauern und Schlossermeisters Erwin Stubenschrott zurück. Bereits in den 1970er-Jahren entwickelte Prof. Dr. August Raggam revolutionäre Verfahren zur sauberen und effizienten Verbrennung von Biomasse. 1985 gründete er das Forschungsinstitut „Alternative Energieerzeugung“ an der Technischen Universität Graz, bis er 1994 gemeinsam mit Erwin Stubenschrott und weiteren sechs Gesellschaftern das Unternehmen KWB aus der Taufe hob. Schon bald nach der Gründung setzte KWB mit zahlreichen Patenten Maßstäbe in einer noch jungen Branche und entwickelte zum Beispiel die erste Hackgutheizung mit vollautomatischer Wärmetauschereinigung. 

KWB ist mehr als ein Heizungshersteller. 2006 eröffnete KWB Europas größtes und modernstes, privates Forschungs- und Innovationszentrum für Biomasse. Seitdem entwickeln 35 Mitarbeiter auf rund 1.500 m² innovative Lösungen für die Biomasseheizung von morgen. KWB beschäftigt sich seit Jahren mit schnellwachsenden Energiepflanzen. Aus diesem Grund wurde mit zahlreichen Partnern ein Energieschaugarten auf 23.000 m² initiiert. Hier erfahren Besucher alles über Energiepflanzen, ihre Möglichkeiten des Anbaus auf dem Acker und ihre Nutzung als Brennstoff. 

Autor/in:
Redaktion Gebäudeinstallation
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