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Fehlende Montagekapazitäten als Nadelöhr des Aufschwungs

16.02.2018

Die aktuelle Printausgabe der Gebäude Installation sollte in diesen Tagen auf Ihrem Schreibtisch landen. Beschäftigt haben wir uns diesmal - wohl nicht ganz unerwartet - mit der nahenden Energiesparmesse. Doch auch den vielfältigen Vor- und Nachteilen einer "digitalisierten Baustelle" sind wir auf den Grund gegangen. Und schließlich berichten wir auch noch über den "Kampf um die Dachfläche" zwischen Photovoltaik und Solathermie. Im nachfolgenden Editorial lesen Sie außerdem unsere Überlegungen zur aktuellen Marktentwicklung. 

Editorial der GI-Printausgabe 1/2 2018:

Die Stimmung unter Wirtschaftsforschern ist – was die heimische Konjunktur betrifft – derzeit ausgezeichnet, um nicht zu sagen fast schon euphorisch. Kein Wunder, konnte doch unser BIP im Vorjahr mit +2,8 Prozent die höchste Steigerungsrate seit sechs Jahren erzielen. Wer die letzten Ausgaben der Gebäude Installation gelesen hat, weiß zudem, dass diese gute Stimmung laut der aktuellen VIZ-Trendstudie auch im Installationsgewerbe herrscht. Die Auftragsbücher seien quer durch das ganze Land randvoll. 

Doch diese Meldung klingt nur auf den ersten Blick bedingungslos gut. Schon der zweite erschließt den daraus abzuleitenden Makel. Denn konkret bedeutet dies, dass unsere Branche vom wachsenden Konsumappetit der Österreicher nicht in jener Höhe profitiert, die theoretisch möglich wäre. Weil die aktuell begrenzte Montagekapazität im Handwerk das Nadelöhr für einen noch höheren Erfolg unserer Branche sein dürfte. Dies dämpft naturgemäß die Euphorie der SHK-Industrie, die jetzt, wo die Nachfrage derart steigt, natürlich gern mehr verkaufen würde. Ihr bleibt daher langfristig kaum eine andere Wahl, als auch alternative (digitale) Vertriebsvarianten in ihre Überlegungen einzubeziehen. Lässt sich dies verhindern? Kaum.

Dennoch darf die Digitalisierungstendenz der Industrie nicht gleich reflexartig verteufelt werden. Denn sie lässt sich auch im dreistufigen Schulterkontakt realisieren. Gemeinsames Ziel muss eben sein, durch die Digitalisierung effizienter zu werden, um die Nachfrage entsprechend bedienen zu können. Denn dass wir von heute auf morgen ausreichend qualifizierten Nachwuchs aus dem Hut zaubern werden, daran glauben nicht mal mehr die größten Optimisten. Wie sich die Digitalisierung zum Nutzen aller einsetzen lässt, darüber diskutieren am 28. 2. ausgewählte Experten rund um Bundesinnungsmeister Ing. Michael Mattes im Rahmen der Energiesparmesse. Über die Ergebnisse dieser vom VIZ und der Gebäude Installation initiierten Runde informieren wir Sie in unserer nächsten Ausgabe. 

Was ist Ihre Meinung dazu? Wir freuen uns über jede Rückmeldung an: derblaue@wirtschaftsverlag.at

Autor/in:
Redaktion Gebäudeinstallation
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