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Fernkälte wird in Wien immer beliebter, Wien Energie plant noch mehr Anlagen.

Fernkälte für Wien immer beliebter

17.06.2019

In den nächsten fünf Jahren investiert Wien Energie 65 Millionen Euro in umweltfreundliche Kühlung für die Stadt. Und auch eine zusätzliche Fernkältezentrale am Stubenring ist  geplant.

Bei Wien Energie rechnet man mit einer Wachstumsrate von 10 bis 15 Prozent pro Jahr. Experten gehen davon aus, dass in etwa 20 Jahren genauso viel Energie für Kühlen wie für Heizen benötigt werden wird.

Aktuell sorgen in Wien insgesamt 16 Fernkältezentralen dafür, dass es auch an Hitzetagen kühl bleibt. Über das mehr als 12 Kilometer lange Fernkältenetz mit einer Fernkälte-Gesamtleistung von rund 130 Megawatt (MW) versorgt Wien Energie Kunden in der gesamten Stadt. Das entspricht über 2.500.000m² klimatisierter Bürofläche oder 250 Fußballfeldern.

65 Millionen Euro in Ausbau

„Derzeit versorgen wir vor allem Großabnehmer wie Krankenhäuser, öffentliche Gebäude wie die Uni Wien oder Hotels mit Fernkälte. Wir arbeiten aber intensiv daran, diese Technologie in Zukunft auch im Privatkundenbereich anbieten zu können und werden dazu noch in diesem Sommer Projekte präsentieren. Insgesamt investieren wir in den nächsten fünf Jahren rund 65 Millionen Euro in den Fernkälte-Ausbau“, erklärt Wien Energie-Geschäftsführer Michael Strebl.

Klimatisierung für die Innenstadt

Besonders groß ist die Nachfrage nach Fernkälte in der Wiener Innenstadt. Herkömmliche Klimaanlagen benötigen im Vergleich zu einer Fernkälteversorgung deutlich mehr Platz. Zudem widersprechen die für Klimaanlagen erforderlichen Rückkühler am Dach vielfach dem Denkmalschutz und beeinflussen das Mikroklima negativ. Wien Energie plant deshalb, im ersten Bezirk eine flächendeckende Kälteversorgung anbieten zu können. Dazu wird ab Herbst 2019 eine neue, zusätzliche Fernkältezentrale am Stubenring im Bereich der Alten Post errichtet, die Vorarbeiten laufen bereits. 10 Megawatt Kälteleistung werden im ersten Schritt installiert.

Energie aus Abwärme

Ein Großteil der Kühlenergie bei Fernkälte kommt aus Abwärme von Verbrennungsprozessen. Im Sommer ist Wärme aus der Müllverbrennung in Wien der wichtigste Energieträger für die Kühlung. Als Antriebsenergie wird Wärme anstelle von Strom verwendet. Dadurch können Strom und Treibhausgasemissionen eingespart werden. Über ein eigenes Fernkältenetz wird auf etwa 5-6 Grad Celsius abgekühltes Wasser direkt zu den Abnehmern transportiert und dort über die hauseigenen Kühlsysteme in den Gebäuden verteilt

 

 

 

 

Autor/in:
Bettina Kreuter
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