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Gasspeicher sind voll

20.09.2019

Zu mehr als 97 Prozent sind die Gasspeicher in Österreich gefüllt. Damit ist für die kalte Jahreszeit vorgesorgt.

In acht unterirdischen Speichern  können 8 Milliarden Kubikmeter Gas gelagert werden. Eine Menge, die dem österreichischen Jahresbedarf entspricht. In Gasspeichern lässt sich Energie in großem Umfang speichern. Zum Vergleich: während alle österreichischen Pumpspeicherkraftwerke zusammen 3 Terawattstunden Energie speichern können, schaffen die Gasspeicher 93,2 Terawattstunden Energie – also mehr als das 30-fache.

„Die Bedeutung von Gas wird in den kommenden Jahren weiter zunehmen – vor allem auch von Erneuerbarem Gas“, sagt DI Peter Weinelt, Obmann des Fachverbands Gas Wärme (FGW) und stellvertretender Generaldirektor der Wiener Stadtwerke. Denn Mitte kommenden Jahres schließt das letzte mit Kohle betriebene kalorische Kraftwerk Österreichs im steirischen Mellach. Für Österreichs Versorgungssicherheit im Strombereich werden somit „die Gasspeicher quasi zu den Batterien des Landes“, wie Weinelt ergänzt.

Alternative zu fossilen Energieträgern

Nicht nur in der Stromproduktion spielt sauberes Gas für die Zukunft eine entscheidende Rolle, auch im Wärmebereich, der Industrie und in der Mobilität leistet Gas einen wichtigen Beitrag zur Energiewende. Biomethan, das aus Reststoffen der Land- und Forstwirtschaft gewonnen wird, bietet eine zukunftssichere Alternative zu fossilen Energieträgern. Das geht aus der aktuellen „Machbarkeitsuntersuchung Methan aus Biomasse“ des Grazer Forschungsinstituts Bioenergy 2020+ hervor.

Gemeinsam mit erneuerbarem Wasserstoff und synthetischem Methan wäre es möglich bis 2050 die gesamte Gasnachfrage in Österreich mit erneuerbarem Gas abzudecken, sofern von den Gesetzgebern auf Bundes- und Landesebene die richtigen Schritte und Anreize gesetzt werden.

Erneuerbares Gas wird dazu beitragen, die Energiewende vergleichsweise günstiger möglich zu machen. Schließlich kann auf die bestehende, hervorragend ausgebaute Gasinfrastruktur aufgebaut werden. Ohne Gas müssten Verbraucher laut der aktuellen Navigant Studie jährlich Mehrkosten in der Größenordnung von drei Milliarden Euro bezahlen. Bis 2050 wären das Mehrkosten in der Größenordnung von 56 Milliarden Euro

Autor/in:
Bettina Kreuter
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