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Global 2000 fühlt Wohnbau auf den Zahn

11.09.2018

Mehr Handlungsbedarf ortet die Umweltschutzorganisation Global 2000, wenn es um den Ausstieg aus fossiler Energie und die Gebäudeeffizienz geht. Das fordern sie auch bei der Wiener Bauordnung.

Johannes Wahlmüller, Klima- und Energiesprecher von Global 2000, findet klare Worte für die Wiener Bauordnung: „Der derzeitige Entwurf widerspricht einem klaren Ausstiegspfad aus Öl, Kohle und Gas für Wien. Selbst im Neubau wird der Einsatz fossiler Energie noch immer nicht überwunden. Damit fällt die Wiener Bauordnung hinter die Beschlusslage auf Bundesebene zurück.“ Zentrale Gasheizungen seien nach wie vor erlaubt.
Beim Heizkesseltausch wünscht man sich eine Auswechslung von Öl auf alternative Energien und nicht wieder auf Öl.

Wohnbaucheck 2018

Wie es um Wien und die anderen Bundesländer bestellt ist, zeigt der Wohnbaucheck , den Global 2000 heuer zum zweiten Mal vorlegt. Starke Anzeichen für den Ausstieg aus fossiler Energie gebe es in Niederösterreich, Salzburg und Vorarlberg. Knapp dahinter liegen Wien, Oberösterreich und Kärnten, weit abgeschlagen folgt Tirol. Die Schlusslichter bilden heuer das Burgenland und die Steiermark, wo die Energiewende im Wärmebereich deutlich langsamer verläuft als notwendig.

700.000 Ölheizungen sollen raus

700.000 Ölheizungen seien laut der Umweltschutzorganisation in den kommenden Jahren zu ersetzen. In den vergangenen zehn Jahren sank der Anteil von Ölheizungen um ein Drittel. Um es weiter voranzutreiben, brauche es einen Einbaustopp und tolle Umstiegsangebote.

OÖ bei Sanierung vorne

Bei der Sanierungsrate liegt Oberösterreich mit 0,8 Prozent vor den anderen Bundesländern. Bundesweit ist die thermische Sanierungsrate laut Global 2000 von etwa einem Prozent im Jahr 2010 auf aktuell 0,4 Prozent eingebrochen. Im Bundesländervergleich folgen auf Oberösterreich Tirol (0,6 Prozent) und Kärnten (0,5 Prozent) vor Wien und Niederösterreich mit jeweils 0,4 Prozent, abgeschlagen sind die Steiermark (0,3 Prozent), Vorarlberg (0,3 Prozent), Salzburg (0,2 Prozent) und das Burgenland (0,1 Prozent). Die meisten Bundesländer wenden nur etwa 15 Prozent der Wohnbaufördermittel für thermische Sanierung auf.

Autor/in:
Bettina Kreuter
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