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CEO Thomas Fuhr (m.) mit Hans Martin Souchon (re.), Werkleiter Lahr.

Grohe bekennt Farbe und schafft Arbeitsplätze

17.10.2019

Der Armaturenhersteller Grohe investiert fünf Millionen Euro in seinen Standort in Lahr für farbige Handbrausen und Duschsysteme. Insgesamt sollen 27 neue Arbeitsplätze entstehen.

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Im deutschen Lahr ist das globale Kompetenzzentrum für Handbrausen und Duschsysteme von Grohe beheimatet. Bis Ende diesen Jahres wird die Produktion im Schwarzwald mit PVD-Technologie ausgestattet. Es werden fünf Millionen Euro investiert und 27 Arbeitsplätze geschaffen. „Mit dem PVD-Verfahren bringen wir eine Spitzentechnologie nach Lahr, die einen weltweiten Verbrauchertrend und ein Wachstumssegment bedient: farbige Handbrausen und Duschsysteme für individuelle Designs im Badezimmer. Mit der Investition erhöhen wir die Fertigungstiefe am Standort und sind in der Lage, Handbrausen und Duschsysteme in unseren Farben schneller in den Markt zu bringen“, informiert Thomas Fuhr, CEO Grohe AG und COO Fittings LIXIL International,

Bereits in den vergangenen drei Jahre wurden an diesem Standort rund 15 Millionen Euro investiert. In Lahr gibt es eine hochmoderne Fertigung mit mehr als 100 automatisierten Prozessen und kollaborativen Robotern.

Zukunftsweisende Technologien

„Die hier am Standort eingesetzten Technologien sind zukunftweisend in der Sanitärbranche und wir sind stolz, dass wir mit dem PVD-Verfahren ein weiteres Highlight im Herstellungsprozess für Handbrausen und Duschsysteme bekommen. Das sichert unsere Innovationsstärke und stärkt Lahr zusätzlich als Produktionsstandort“, erklärt Werkleiter Hans-Martin Souchon. Die Anzahl der Beschäftigten in Lahr ist in den vergangenen fünf Jahren um 20 Prozent auf rund 750 Mitarbeiter gestiegen.

So funktioniert das PVD-Verfahren

PVD steht für Physical Vapour Deposition, die Physikalische Gasphasenabscheidung. Das Verfahren stammt ursprünglich aus der Raumfahrttechnik und hat einen neuen Standard bei der Oberflächenqualität gesetzt: Im ersten Schritt, der Vorbehandlung, werden die Komponenten sorgfältig gereinigt und in einem Ofen wärmebehandelt. Hier durchlaufen die Kunststoffkomponenten einen Entgasungsprozess. Im zweiten Schritt wird die PVD-Beschichtung aufgetragen. Dieser Prozess findet in einer Umgebung mit hohem Vakuum statt und besteht aus drei Schritten: Zuerst wird das Substrat gereinigt, dann die Grundbeschichtung und zuletzt die Farbbeschichtung aufgetragen. Das Verfahren sorgt dafür, dass nicht nur ein breitgefächertes Farbspektrum zur Auswahl steht, sondern darüber hinaus die Oberflächenbeschaffenheit dreimal härter und zehnmal kratzfester ist als bei galvanisch erzeugten Oberflächen.

Produktion ohne CO2 bis 2020

Ganz groß wird bei Grohe auch das Thema Nachhaltigkeit geschrieben: „Technik und Nachhaltigkeit bedingen einander. Wann immer wir in Technik investieren, ist es für uns wichtig, dass diese auch einen positiven Beitrag zu unserer Umweltbilanz leisten kann. Das ist ein investitionsintensiver Prozess. In Lahr wurden über 60 Maßnahmen für mehr Energieeffizienz umgesetzt“, erklärt Thomas Fuhr. Im Rahmen der Verleihung des „B.A.U.M. Umwelt- und Nachhaltigkeitspreises 2019“ in der Kategorie „Großunternehmen“ kündigte Fuhr das Ziel der CO2-neutralen Produktion an den weltweit fünf Produktionsstandorten ab dem kommenden Jahr an. Im Juli 2019 wurden bereits alle Produktionswerke auf Ökostrom umgestellt. Unvermeidbare CO₂-Emissionen sollen durch Kompensationsprojekte ausgeglichen werden.

 

Autor/in:
Bettina Kreuter
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