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Große strukturelle Steuerreform!

05.04.2014

Steuertipps der Rat & Tat Steuerberater

Was bis jetzt schon fix ist und zumindest klar scheint!

Abgabenänderungsgesetz

Neben der sogenannten „großen strukturellen Steuerreform“ (bereits beschlossen), bestehend aus

  • der Erhöhung der Alkoholsteuer,
  • der Erhöhung der Schaumweinsteuer (hiebei kommt es unter anderem auf die     Art des Verschlusses an!),
  • der Erhöhung der Tabaksteuer sowie
  • der Neuregelung (Ökologisierungsformel) im Bereich der Normverbrauchs­abgabe (in einigen wenigen Fällen wird diese sogar billiger) und etlichen Maßnahmen, auf die hier nicht eingegangen werden soll, gibt es doch einige – noch zu beschließende – Änderungen und Bestimmungen, auf die nachstehend näher eingegangen wird.

GmbH-Reform Bei GmbHs hat das Stammkapital grundsätzlich wieder mindestens 35.000 Euro zu betragen, wobei zumindest die Hälfte bar einzuzahlen ist. Für neu gegründete GmbHs gibt es jetzt das sogenannte „unternehmensrechtliche Gründungsprivileg“: Dadurch kann im Gesellschaftsvertrag festgelegt werden, dass die zu leistenden Stammeinlagen (vorerst) nur 10.000 Euro betragen, wovon wiederum mindestens die Hälfte bar zu leisten ist. Die Gesellschafter haften diesfalls (vorerst) auch nur bis 10.000 Euro. Spätestens zehn Jahre nach der Eintragung im Firmenbuch sind allerdings Stammkapital und einbezahlte Stammeinlagen auf 35.000 Euro bzw. 17.500 Euro anzuheben und haften die Gesellschafter jedenfalls für diese Beträge. Gleiches soll für die bisher gegründeten „GmbH-lights“ gelten, ebenso wenn das Stammkapital zwischenzeitig zulässigerweise auf unter 35.000 Euro herabgesetzt worden ist. Das „steuerrechtliche Gründungsprivileg“ sieht vor, dass die Mindestkörperschaftsteuer für diese (unternehmensrechtlich) gründungsprivilegierten Gesellschaften

  • in den ersten fünf Jahren         500 Euro
  • in den folgenden fünf Jahren      1.000 Euro

beträgt.

Handwerkerbonus Dieser soll bis Juli 2014 eingeführt werden. Demnach können Private die Rückerstattung der Vorsteuer auf Handwerksleistungen (also nicht Material) bis zu 600 Euro p. a. beantragen – allerdings nur solange der diesbezügliche Topf gefüllt ist, was verfassungsrechtlich äußerst bedenklich erscheint. Die Leistungen müssen in Zusammenhang mit der Renovierung, Erhaltung oder Modernisierung des eigenen Wohnraums im Inland erbracht werden. Vom BMF soll eine diesbezügliche Abwicklungsstelle eingerichtet werden.

Investitionsbedingter Gewinnfreibetrag Anstelle der bisher „begünstigten“ Wertpapiere sollen nun Wohnbauanleihen treten. Die Erträge daraus werden – trotz KESt.-Freiheit der Anleihen – aber steuerpflichtig und daher in die Steuererklärung aufzunehmen sein. An den übrigen Bestimmungen wird sich nichts ändern.

Freiwillige Abfertigungen u. Ä. Hier kommt es zu massiven Verschlechterungen! Eine genaue Darstellung der komplizierten Rechtslage würde hier bei weitem den Rahmen sprengen. Wir können, sollten Sie betroffen sein, nur zu einer rechtzeitigen, individuellen Beratung im Einzelfall raten.


[ Für weitere Auskünfte stehen Ihnen Ihre Rat-&-Tat-Steuer­berater, ­Kanzlei Jupiter – T (0) 1-278 12 95, office@jupiter.co.at – und 
Dr. Michael ­Kowarik unter T (0) 1-892 00 55, info@kowarik.at, gern zur Verfügung. www.ratundtat.at ]

Autor/in:
Redaktion Gebäudeinstallation
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