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Gute Geschäfte im 1. Quartal

10.04.2018

Bei den Installateuren war die Auftragslage in den ersten Monaten des Jahres gut. Dennoch ist die Preiskonkurrenz nach wie vor ein Thema. Zuwachs gab es auch bei den Lehrlingen.

Best of Talent der Wirtschaftskammer: Die Zahl der Lehrlinge nimmt auch im Gewerbe und Handwerk zu.

Betrachtet man die Konjunkturergebnisse der Sparte Gewerbe und Handwerk zeigt sich, dass sich nach Branchen die Umsätze 2017 insbesondere in den Baunebengewerben, bei Elektrikern und Installateuren, bei den Kunststoffverarbeitern und Mechatronikern überdurchschnittlich gut entwickelt haben – wie Walter Bornett, Direktor der KMU Forschung berichtet. Dabei hatten die größeren Betriebe ab 10 Beschäftigten bessere Ergebnisse zu verzeichnen als die besonders kleinen Betriebe.

Umsatz um 1,1 Prozent gestiegen

„Es ist sehr erfreulich, dass die Konjunktur in Handwerk und Gewerbe anzieht „Im Jahr 2017 kam der Aufschwung auch in Gewerbe und Handwerk an: die nominellen Umsätze stiegen um 2,7 Prozent, preisbereinigt ist der Umsatz im letzten Jahr um 1,1 Prozent gestiegen. Da im Gewerbe und Handwerk die Auf- und Abschwungphasen in kleineren Ausschlägen stattfinden als in anderen Wirtschaftssektoren, ist dieses Wachstumsplus als kräftig einzustufen“, erläuterte die Obfrau der Bundessparte Gewerbe und Handwerk, Renate Scheichelbauer-Schuster.

Plus bei den Lehrlingen

Mit Stichtag 31. März 2018 gab es ein sattes Plus von 2,8 Prozent bei den Lehrlingen. 13.011 Lehrlinge im ersten Lehrjahr, insgesamt finden damit 41.650 Lehrlinge ihren Ausbildungsplatz in einem Handwerks- und Gewerbebetrieb. Knapp 21.000 offenen österreichweiten Lehrstellen stehen rund 9.800 Lehrstellensuchende gegenüber.

„Gelingt es uns nicht, die tausenden offenen Lehrstellen zu besetzen, wird sich der Fachkräftebedarf weiter verschärfen“, so Scheichelbauer-Schuster.

Betriebe spüren Fachkräftemangel

Die Betriebe spüren den stark steigenden Fachkräftemangel (42 Prozent nach 34 Prozent) und deutlicher auch den Lehrlingsmangel (17 Prozent nach 13 Prozent). Der Fachkräftemangel ist besonders im gesamten Baubereich deutlich zu spüren, der Lehrlingsmangel ebenfalls in Teilen des Baubereiches. Größere Unternehmen berichten deutlich häufiger von Fachkräftemangel und Lehrlingsmangel.

Investitionen steigen an

Im Durchschnitt investierten die österreichischen Gewerbe- und Handwerksbetriebe im Jahr 2017 etwa 12 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei etwas mehr als der Hälfte der Investitionen handelte es sich um Ersatzinvestitionen. Auch im Jahr 2018 ist mit steigenden Investitionen zu rechnen. Insbesondere Betriebe ab 20 Arbeitnehmern hatten 2017 mehr investiert, und planen dies auch 2018 zu tun.

Preiskampf weiter kritisch

Kritisch ist nach wie vor die Preiskonkurrenz, denen die Betriebe der Sparte ausgesetzt sind. 64 Prozent der Betriebe erwarten im Jahr 2018 Probleme durch Preiskonkurrenz, dieser Problembereich geht allerdings zurück. Preiskonkurrenz spürten vor allem weite Bereiche des Baunebengewerbes sowie die Kunsthandwerke und das chemische Gewerbe.

 

 

 

Autor/in:
Bettina Kreuter
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