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Installateure nutzen BIM noch zu wenig. Die Handwerkerplattforum Open Datapool hilft ihnen, Berührungsängste abzubauen.

Handwerker nutzen BIM kaum

27.09.2018

Die Digitalisierung am Bau und damit BIM (Building Information Modeling) machen auch vor der Installateur-Branche nicht halt. Eine aktuelle Studie des deutschen Zentralverbandes Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) zeigt aber: Nur fünf Prozent der Handwerksbetriebe setzen es ein. Und erst ein Viertel war überhaupt damit konfrontiert.

Die Ergebnisse der BIM-Studie des deutschen Zentralverbandes SHK zeigen, dass nur wenige BIM auch schon nutzen.

Befragt wurden 1.400 Akteure der deutschen SHK-Branche – Hersteller, Handwerker und Architekten zusammen mit der Unternehmensberatung Munich Strategy: „Mit der Fülle an Daten lassen sich aktuelle Versäumnisse und zukünftige Herausforderungen insbesondere für das Handwerk erkennen“, skizziert Helmut Bramann, Hauptgeschäftsführer des ZVSHK, die Zielsetzung der Studie „SHK-Branche im BIM-Check. Chancen und Herausforderungen für Handwerker, Architekten und Hersteller“.

BIM wird sich durchsetzen

Die gemeinsame Untersuchung zeigt: BIM wird sich auch in der SHK-Branche langfristig durchsetzen. Während die Arbeitsmethode BIM in westeuropäischen Ländern wie Großbritannien und den Niederlanden schon weit verbreitet ist, gehört Deutschland allerdings bei der Nutzung bisher nur zu den Schwellenländern. 46 Prozent der Hersteller stellen ihre Daten bereits zur Verfügung, aber nur 37 Prozent der Planer und Architekten sowie lediglich fünf Prozent der Handwerker nutzen das digitale Modell bereits.

Angst vor technischen Herausforderungen

Nur ein Viertel der Handwerksbetriebe wurde überhaupt bereits mit BIM konfrontiert – obwohl sich die Hälfte aller Betriebe an öffentlichen Ausschreibungen beteiligt, die in Deutschland ab 2020 das Arbeiten nach BIM voraussetzen. Der erhöhte Mehraufwand sowie technische Herausforderungen werden in allen drei Gruppen als wichtigste Gründe genannt, BIM nicht zu nutzen. Gleichzeitig erkennen BIM-Nutzer eine Steigerung der Effizienz im Vertriebs-, Planungs-, Kommunikations- und Verarbeitungsprozess. Die Auswertung der in der Branche verwendeten Kommunikationsmittel belegt: Analoge Kanäle wie E-Mail und Telefon beherrschen nach wie vor die SHK-Branche. Plattformbasierte Funktionen wie Portale oder Ausschreibungstools, die für BIM Voraussetzung sind, verwenden nur 36 Prozent der Hersteller, neun Prozent der Architekten und 18 Prozent der Handwerker.

BIM als Wettbewerbsvorteil

„Nur mit einer gemeinsamen Anstrengung von Handwerkern, Herstellern und Architekten kann die BIM-Transformation der SHK-Branche gelingen. Wer sich nicht aktiv auf den neuen Prozess einstellt und sein Verständnis erweitert, wird abgehängt“, warnt Dr. Constantin Greiner, Studienautor und Geschäftsbereichsleiter Bau bei Munich Strategy.

SHK-Unternehmen, die sich heute intensiv mit dem Thema BIM beschäftigen, wahren ihre Chance, an der zukünftigen Entwicklung erfolgreich zu partizipieren. Für die restlichen Akteure wird sich das Wettbewerbsumfeld laut der Studie mittelfristig stark verändern. Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima hat mit dem im vergangenen Jahr eingeführten Portal Open Datapool die Grundlage zur Nutzung von BIM im SHK-Handwerk gelegt. Die Nutzung des Portals www.open-datapool.de ist für Architekten, Planer und SHK-Handwerk offen und kostenlos.

Autor/in:
Bettina Kreuter
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