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Heizungen mit Solaranlagen weiterhin bis Klasse A+++ bewertet

20.06.2017

Das EU-Parlament beschließt die Änderung von Energiekennzeichnung mit Bewertungsskala nur noch von A bis G, Heizungen und Warmwasserbereiter sind aber erst nach 2020 betroffen.

Mit großer Mehrheit hat das EU-Parlament am 13. Juni 2017 der Revision des EU-Energielabels zugestimmt. Die für die Verbraucher wichtigste Neuerung wird die Beschränkung der Skala an die Kategorien von A bis G sein. Die Plus-Klassen entfallen. Die neuen Energiekennzeichen sollen ab Ende 2019 auf den Geräten zu finden sein, gelten jedoch noch nicht für Heizungen und Warmwasserbereiter. Die erst zwischen Ende 2015 und April 2017 mit Labels versehenen Heizsysteme, die mit Gas-, Öl, elektrischen Wärmepumpen, Biomasse sowie Kombinationen mit Solarthermie betrieben werden, erhalten weiterhin Labels bis zur Klasse A+++. Eine Änderung ist erst für die Zeit nach dem Jahr 2020 vorgesehen.

 

„Wir begrüßen, dass sich das sich Hersteller und Installateure von Heizungen und Warmwasserbereitern vorerst nicht umstellen müssen, da das Label gerade neu eingeführt wurde. Die Heizungsbranche sammelt gerade erste Erfahrungen mit der Einführung der Kennzeichnung, ebenso wie Endverbraucher. Nur besonders effiziente Systeme mit erneuerbarer Energie können die effizientesten Kategorien von A+ oder besser erreichen“, erläutert Pedro Dias, Generalsekretär von ESTIF.  Der europäische Solarthermie-Verband ESTIF koordiniert das EU-geförderte Projekt LabelPack A+ zur Unterstützung von Verbundanlagen mit Solarwärme, das in Österreich vom Verband Austria Solar umgesetzt wird.

 

Das EU-Projekt liefert auch Hinweise auf den Änderungsbedarf beim Energielabel für Heizungsanlagen und Warmwasserbereiter. „Wir haben viele Verbesserungsvorschläge und berechtigte Kritik unterschiedlichster Zielgruppen eingeholt, die wir auswerten und der EU-Kommission zur Überarbeitung der Verordnung zur Verfügung stellen“, sagt Roger Hackstock, Geschäftsführer von Austria Solar. Befragungen von Hauseigentümern ergaben, dass die Vielzahl der unterschiedlichen Labels verwirrend sei und gerade das Verbundanlagenlabel häufig missinterpretiert wird. „Es besteht deutlicher Nachbesserungsbedarf, damit das neue Effizienzlabel auch für den Einsatz von Solarwärme einen positiven Effekt hat“, so Hackstock.

 

Über LabelPack A+

LabelPack A+ ist ein Projekt, das zur Einführung der Energieeffizienzkennzeichnung für Heizgeräte, Warmwasserbereiter und Kombinationen von der EU-Kommission im Rahmen des Horizon 2020 Programms gefördert wird. Es wird in sechs europäischen Ländern von elf beteiligten Organisationen umgesetzt.

Weitere Informationen finden Interessierte unter: http://www.label-pack-a-plus.eu/oesterreich/

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