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IFAT 2018: Von Abscheidern bis zur Regenwassernutzung

15.02.2018

Die IFAT 2018, vom 14. bis 18. Mai in München, wird unter anderem auch alle Aspekte der modernen Wasser- und Abwasserwirtschaft abbilden. Vor allem das digitale Betriebsmanagement für Trinkwasser- und Kläranlagen wird dabei im Fokus stehen.

Selbstverständlich finden sich die Trendthemen Digitalisierung und Automatisierung auf der IFAT wieder. „Wasser 4.0“ verspricht eine bessere Ressourcenschonung, größere Flexibilität, höhere Effizienz, gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit und mehr Versorgungssicherheit für die Wasserwirtschaft. Beispielsweise können Unternehmen und Kommunen mit einem „Digitalen Zwilling“ Anlagen und Prozesse planen, simulieren und optimieren. Dies zeigt Siemens anhand eines zentralen Exponats mit dem Titel „From Integrated Engineering to Integrated Operation“. Es verdeutlicht die Möglichkeiten der Datenintegration über den gesamten Anlagenlebenszyklus: von der Engineering-Softwarelösung Comos über das Prozessleitsystem Simatic PCS 7 bis hin zur Simulations-Software Simit sowie der Einbindung von Unterstationen auf Basis des Programms Totally Integrated Automation (TIA) Portal.

Analoge Messeneuheiten
Neben Lösungen aus Bits und Bytes wird es auf der Messe auch viele analoge Neuerungen geben. So zeigt Mall, der Spezialist für den Bau von Kleinkläranlagen, Abscheidern und Anlagen zur Regenwassernutzung, die neue Kleinkläranlage SanoLoop. Sie arbeitet mit dem One Chamber Reactor-(OCR)-Verfahren, einer Weiterentwicklung des bekannten Sequencing Batch Reactor-(SBR)-Verfahrens. In einem 24-stündigen Prozess reinigt die Anlage die Abwässer ohne Vorbehandlung und vollständig aerob. Sie kommt dabei ohne untergetauchte elektrische Teile aus und ist ohne Trennwände und mit wenigen Einbauteilen auf Robustheit ausgelegt. Nach Herstellerangaben werden unangenehme Gerüche, Korrosion und Faulschlamm zuverlässig vermieden.

Aus der langjährigen Erfahrung der Mauerspecht GmbH, einem Spezialdienstleister in der Kanalreinigung und -sanierung, ging der Höchstdruck-Wasserstrahl-Roboter bruNO 1.0 hervor, der unter der Marke Drain-Jet Robotics verkauft wird. Mit einem Arbeitsdruck von bis zu 1.500 bar und einem Wasserverbrauch von maximal 26 Litern pro Minute entfernt das System nicht nur Kalk, Inkrustationen, Wurzeln und verschlissene Inliner von den Kanalinnenwänden, sondern bei Bedarf auch Bitumen, Fette, Beton und andere Fremdkörper – so der Hersteller. Eingesetzt werden kann es in Rohren ab DN 150 bis hin zu begehbaren Kanälen.

Der Maschinenbauer Flottweg ist spezialisiert auf das Trennen und Konzentrieren von Flüssigkeits-Feststoff-Gemischen, zum Beispiel bei der zentrifugalen Entwässerung von Klärschlamm. Im Mai 2018 legt das Unternehmen nach: Die Zentrifugen der brandneue Xelletor-Baureihe ermöglichen nach eigenen Angaben deutlich mehr Entwässerungsleistung – und das bei einem reduzierten Verbrauch an dem zur Flockung eingesetzten Polymer und an Energie.

Das kanadische Unternehmen Ostara nimmt Anlagen zur Rückgewinnung von Phosphor und Stickstoff aus Abwasserströmen in Betrieb – in den USA, Kanada, Großbritannien, Spanien und den Niederlanden. Mit dem IFAT-Auftritt sollen weitere Ländermärkte für das ressourcenschonende Verfahren gewonnen werden, das sich nach Herstellerangaben leicht in Kläranlagen mit biologischer Phosphor-Elimination integrieren lässt. Am Ende des „Wasstrip- und Pearl-Prozesses“ steht ein marktfähiger, granulierter, hochwertiger Dünger mit den Hauptkomponenten Phosphor, Stickstoff und Magnesium in garantierter Zusammensetzung. Ostara kauft den Kläranlagenbetreibern das produzierte „Crystal Green“ vollständig ab und kümmert sich um dessen Vermarktung in Landwirtschaft und Gartenbau.

Autor/in:
Redaktion Gebäudeinstallation
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