Direkt zum Inhalt
 

Es könnte mehr Holz sein, dass in Oberösterreich zur Energiewende eingesetzt wird.

Mehr Biomasse für Oberösterreich

07.09.2018

Der vom Österreichischen Biomasse-Verband durchgeführte Energiewende-Check zeigt, dass man in Oberösterreich noch immer stark von Kohle, Öl und Gas abhängig ist. Gleichzeitig produziert das Land die größte Ökostrommenge in Österreich und ist das Technologiezentrum für Bioenergi

In Oberösterreich ist viel Know-How gebunkert, wenn es um das Thema Biomasse geht: Mehr als ein Drittel der österreichischen Hersteller von Biomassekesseln und -öfen, mobilen Holzhackmaschinen und anderen Technologien zur Biomasseaufbereitung sind in hier ansässig. Darunter befinden sich zahlreiche Marktführer von Weltrang.

Dennoch ist Oberösterreich stark von den fossilen Energieträgern Kohle, Erdöl und Erdgas abhängig, die je ein knappes Viertel am Energieverbrauch einnehmen. Zwei Drittel der in Österreich genutzten Kohle wird in Oberösterreich eingesetzt, überwiegend in Kokereien und Hochöfen zur Eisenverhüttung. Erdöl findet vor allem im Straßenverkehr Verwendung, auch zum Heizen. Erdgas wird von der Metall-, Chemie- und Papierindustrie in Industrieöfen und zur Dampferzeugung genutzt. Auch sein Einsatz zur Strom- und Raumwärmeerzeugung ist nicht unwesentlich. Industrie und Verkehr verursachen fast 80 % der Treibhausgasemissionen

40 Prozent für Raumwärme aus Biomasse

Der Anteil erneuerbarer Energien beträgt laut EU-Richtlinie 29,7 % und liegt damit unter dem Bundesschnitt von 33,5 %. Seit 2013 (31,1 Prozent) ist dieser Anteil jedes Jahr zurückgegangen. Bioenergie ist mit 53 % der wichtigste erneuerbare Energieträger, gefolgt von Wasserkraft mit 41 %. Machte Brennholz 1988 noch 54 % der eingesetzten Biomasse aus, waren es 2016 nur mehr 19 %. Dank der Forstwirtschaft und bedeutender Standorte der Säge- und Papierindustrie sind heute Hackschnitzel und Sägenebenprodukte (33 %) sowie Ablaugen (22 %) die wichtigsten biogenen Sortimente in Oberösterreich.

Gemeinsam mit biogener Fernwärme deckt Biomasse 40 % des Raumwärmebedarfs. Der Heizölverbrauch der Haushalte ging seit 2003/04 um 40 % zurück, womit der Anteil von Heizöl am Raumwärmeverbrauch auf 23 % gesunken ist. Auch die Anzahl von Ölkesseln verringerte sich im Vergleichszeitraum um 50.000 Stück.

 

Autor/in:
Bettina Kreuter
Werbung

Weiterführende Themen

Aktuelles
07.03.2018

Der Österreichische Biomasse-Verband hat auch heuer alle Landesförderungen für den Einbau von Holzheizungen erhoben und stellt die Ergebnisse samt Kontaktadressen online zur Verfügung.

Aktuelles
13.06.2017

Die qm heizwerke Fachtagung zur Information und Weiterbildung für PlanerInnen und BetreiberInnen von Biomasseheizwerken und Nahwärmenetzen befasst sich dieses Jahr mit “neuen Wegen“ für die ...

Messestand-Besuch von Bundesminister Andrä Rupprechter (2. v.li.). Weitere Personen (v.li.): Christoph Pfemeter, Geschäftsführer des Österreichischen Biomasse-Verbandes, Ludwig Mayrhofer, Obmann des Biomasseverbandes OÖ sowie Matthias Raschka, Geschäftsführer des Biomasseverbandes OÖ.
Aktuelles
12.04.2017

Der Österreichische Biomasse-Verband hat alle Landesförderungen für den Einbau von Biomasse-Heizanlagen für Eigenheime und Eigenheimsanierungen recherchiert und in einer Förderübersicht ...

Aktuelles
13.06.2016

15 Mannschaften stimmten sich auf die Europameisterschaft und Energiewende ein. Bereits zum dritten Male trugen die Branchen-Mitglieder der erneuerbaren Energien den EnergiewendeCup auf ...

V. l.: Erwin Stubenschrott, Geschäftsführer KWB, und Rafael Walter, Geschäftsführer PDP Holding.
Heizung
06.04.2016

KWB und die PDP Holding mit Eigentümer Peter Daniell Porsche machen gemeinsame Sache. Das erklärte Ziel: Führend im Anbieten von erneuerbaren Energielösungen zu werden, und zwar kundennah und ...

Werbung