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Neue Regelungen für Trinkwasserkontaktmaterialien

13.05.2019

Kürzlich ist in Österreich eine Novelle der Neufassung der Baustoffliste 2015 in Kraft getreten. Welche Konsequenzen dadurch für Hersteller entstehen, hat das unabhängige Prüf- und Forschungsinstitut OFI bei einer Informationsveranstaltung aufgeklärt.

„Die große Neuerung der aktuellen Änderung liegt darin, dass für alle Produkte in Kontakt mit Trinkwasser der Nachweis der Konformität durch Zertifizierung gesetzlich verpflichtend wird. Statt Produktprüfungen alle fünf Jahre, ist jetzt eine Zertifizierung vorgesehen, deren Anforderungen durch laufende Überwachungen bestätigt werden. Ziel ist, die Qualität der Produkte und damit des Trinkwassers stetig zu verbessern“, bringt OFI Experte Christoph Wirrer die Neuerungen auf den Punkt. Bislang erhaltene Prüfzeugnisse, geprüft nach UBA KTW Leitlinie und UBA Beschichtungsleitlinie, behalten vorerst ihre Gültigkeit, werden allerdings automatisch auf zwei Jahre nach Erscheinen des Regelwerkes begrenzt.

Fast zeitgleich mit der Veröffentlichung der UBA-Bewertungsgrundlagen ist in Österreich eine Novelle der Neufassung der Baustoffliste 2015 in Kraft getreten, die verlangt, dass darin gelistete Produkte bzw. Materialien das Einbauzeichen ÜA führen müssen. Welche Verfahren davon betroffen sind und welche Vorteile die ÜA-Kennzeichnung für Kunden und Hersteller hat, hat DI Dr. Georg Kohlmaier vom Österreichischen Institut für Bautechnik (OIB) in seinem Vortrag deutlich gemacht.
Als Experte für Zertifizierungsprozesse hat OFI Geschäftsführer DI Udo Pappler an Beispielen aus der Praxis aufgezeigt, welche Bedeutung das verbindliche Einbauzeichen ÜA und die Zertifizierung durch die KTW-Konformitätsbestätigung für die Produktsicherheit haben. Am Ende seiner Ausführungen versichert er: „Am OFI sind wir bestens auf diese Änderungen vorbereitet und können unsere Kunden wie gewohnt unterstützen. Als akkreditierte Prüf-, Inspektions- und Zertifizierungsstelle begleiten wir von der Produktentwicklung bis zur Zulassung und können auch für den deutschen Markt Zertifizierungen von Produkten in Kontakt mit Trinkwasser anbieten.“

Infos: www.ofi.at

Autor/in:
Redaktion Gebäudeinstallation
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