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Passivhäuser zum Vorzeigen

27.12.2010

Passivhaustechnologie ist schon längst keine Vision mehr. Das zeigte auch der letzte energytalk zum Thema „Kontrollierte Wohnraumlüftung und Passivhaustechnologie – Visionen werden zum Standard“ anhand zweier Grazer Vorzeigeobjekte, dem Zanklhof und dem Studentengästehaus Moserhofgasse, die auch besichtigt werden konnten.

Energiebewusstes Bauen bewährt sich, Passivhäuser und kontrollierte Wohnraumlüftung sondern werden zum Standard ei Neubau wie Sanierung. Zu diesem brisanten Thema veranstaltete da altbewährte Duo Odörfer Haustechnik GmbH und Technisches Büro Ing. Bernhard Hammer eine Exkursion, zu zwei Passivhäusern in Graz, die vom Keller bis zum Dachgeschoß zu besichtigen waren. Klaus Rogner, von der Baumeister Leitner Planung & Bauaufsicht Gesellschaft mbH führte durch das Gelände des Zanklhofs und erläuterte alle Punkte, die bei der Sanierung zu berücksichtigen waren: „Lüftung mit Wärmerückgewinnung ermöglicht höchste Energieeffizienz.“ Dass der Bau gelungen ist, zeigt nicht nur die deutliche Differenz des Energieverbrauchs zwischen Bestand und Sanierung – und die lange Warteliste bei Wohnungen.

Auch das Studentengästehaus Moserhofgasse war binnen weniger Tage belegt. Johannes Geiger, Geschäftsführer der GWS – Alpenländische Gesellschaft für Wohnungsbau und Siedlungswesen mbH, zeigte sich überzeugt, dass „die Passivhaustechnologie zurzeit die effektivste und energieeffizienteste Bauweise ist, die nicht nur Heizkosten reduziert und das Wohnklima steigert, sondern auch die Wertigkeit der Immobilie entscheidend hebt“. GWS-Projektleiter Markus Url führte die Teilnehmer zu den technischen Einrichtungen im Keller sowie zu den Solarkollektoren und Photovoltaik-Zellen auf dem Dach. „Nach den Kriterien des klima:aktiv-Passivhaus konnte der Bau 970 von 1.000 Punkten erreichen und wurde außerdem für den Energy Globe Styria Award 2009 und den Österreichischen Klimaschutzpreis 2010 nominiert“, so Url.

Die beiden Grazer Vorzeigeobjekte zeigen, dass Passivhaustechnologie längst keine Vision mehr ist. Auch die Veranstalter sind überzeugt, dass „aufgrund der hohen Nachfrage an Passivhäusern ein Umdenken in den Köpfen passiert und wir am richtigen Weg in Richtung einer erneuerbaren und nachhaltigen Zukunft sind“.

Autor/in:
Redaktion Gebäudeinstallation
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