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Der Bruttoinlandsverbrauch Energie erreichte 2017 einen Höchstwert, der Anteil an Erneuerbaren ging zurück.

So wenig Erneuerbare wie zuletzt 2011

05.12.2018

Spannende Details liefert die Energiebilanz 2017 der Statistik Austria. Der Energieverbrauch und der Anteil an fossiler Energie stiegen, die Erneuerbaren sanken.

Beim Österreichischen Biomasseverband glaubt man, dass ein Verlust der Holzkraftwerke den Anteil an Erneuerbaren weiter dämpfen würde: „Sollten wir jetzt auch die Holzkraftwerke verlieren, die 600.000 Haushalte mit Strom versorgen und etwa 20 % der österreichischen Fernwärme bereitstellen, wird der Anteil erneuerbarer Energien weiter und spürbar zurückgehen“, warnt Biomasse-Präsdident Franz Titschenbacher.

Laut der gerade von der Statistik Austria veröffentlichen Energiebilanz für das Jahr 2017 hat der Bruttoinlandsverbrauch an Energie in Österreich mit 1.142 Petajoule einen neuen Rekordwert erreicht. Dies entspricht einer Steigerung des Verbrauchs um etwa 2 % gegenüber dem Vorjahr. Während der Verbrauch der fossilen Energieträger Erdgas (+9,3 %), Kohle (+3,6 %) und Erdöl (+0,4 %) zunahm, ist der Einsatz erneuerbarer Energieträger um 1,0 % gesunken. Folglich fiel der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttoinlandsverbrauch von 29,7 % auf 28,8 % und somit auf den niedrigsten Wert seit 2011.

Biomasse und Wasserkraft rückläufig

Rückläufig war vor allem die Nutzung der beiden wichtigsten erneuerbaren Energieträger Biomasse (–2,0 %) und Wasserkraft (–3,8 %). „Die Energiebilanz zeigt die Versäumnisse der letzten Jahre bezüglich des Ausbaus der Erneuerbaren und der Steigerung der Energieeffizienz deutlich auf. Hier ist dringend eine Trendumkehr notwendig“, soFranz Titschenbacher.

 
 
Autor/in:
Bettina Kreuter
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