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Die Votragenden bei der Pressekonferenz zur Trinkwasserhygiene.

Trinkwasser-Installationen selten gewartet

11.06.2019

Groß ist der Handlungsbedarf bei der Wartung und Reinigung von Trinkwasser-Installationen. Denn 68 Prozent der Österreicher lassen ihre Trinkwasser-Installation nur anlassbezogen warten und veranlassen keine regelmäßige Wartung.

Eine aktuelle, repräsentative Studie des Marktforschungsinstituts Integral im Auftrag des FORUM Wasserhygiene vom Mai 2019 zeigt, dass mehr als die Hälfte (55 Prozent) der Österreicher wissen, dass Trinkwasser bei nicht sachgemäßem Umgang im Gebäude verderben und zum Gesundheitsrisiko werden kann. Dennoch besteht bei der Wartung der Leitungen und Installationen dringender Handlungsbedarf. 68 Prozent veranlassen keine regelmäßige Wartung, sondern reparieren nur auftretende Schäden.

„Das ist ein alarmierendes Ergebnis und zeigt, dass die Österreicher sich zu sehr auf andere verlassen, obwohl sie für die Verbrauchsanlage selbst verantwortlich sind. Die Eigenverantwortung bleibt auf der Strecke“, warnt Martin Taschl, Generalsekretär des FORUM Wasserhygiene.

Mieter über Pflichten aufklären

Laut Studie sehen 78 Prozent die Verantwortung für die Trinkwasserqualität im Gebäude bei der Hausverwaltung. Die Mehrheit der Mieter (57 Prozent) gab an, dass in ihrem Mietvertrag das Durchspülen der Wasserleitungen nach längerer Abwesenheit nicht geregelt ist, nur 5 Prozent wissen Bescheid, dass sie vertraglich zum Durchspülen verpflichtet sind. „Auch Betreiber müssen ihre Verantwortung stärker wahrnehmen und nachweislich ihre Mieter über Pflichten hinsichtlich der Trinkwasserhygiene aufklären, um Ihre rechtlichen Risiken zu minimieren“, ermahnt Taschl.

Studie bereits zum 3. Mal

Die Studie zum Trinkwasser-Wissen der Österreicher wurde heuer bereits zum dritten Mal durchgeführt. Vergleicht man die Ergebnisse aus den Vorjahren, so lässt sich eine Steigerung des Bewusstseins über Trinkwasserhygiene im Gebäude feststellen: Vor zwei Jahren wussten noch knapp 60 Prozent der Österreicher nicht, dass Wasser wie jedes andere Lebensmittel verderben kann. Heuer ist die Zahl der Unwissenden bereits auf 45 Prozent gesunken. Hinsichtlich der Anpassung der Mietverträge hat sich leider nichts geändert: Schon im Vorjahr war in nur 5 Prozent der Mietverträge ein Durchspülen der Leitungen nach längerer Abwesenheit geregelt. Auch die Wartungs-Nachlässigkeit der Österreicher ist seit 2017 gleich geblieben: „Schon vor zwei Jahren ergab die Studie, dass sich zwei Drittel der Österreicher nicht um die Wartung ihrer Trinkwasser-Installation kümmern“, zieht Taschl Resümee aus den Studienergebnissen der vergangenen Jahre.

Autor/in:
Bettina Kreuter
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