Direkt zum Inhalt

Die Medienkooperation  mit dem Magazin  „Gebäude Installation“ war von den zur Auswahl stehenden Optionen für  uns zweifelsfrei  die beste Wahl.“ Reinhold W. Scheuchl. Foto: Christian Klobuscar

Unser Ziel: SHK-Trendscout zu sein

05.02.2014

Im Gespräch mit dem Fachmagazin „Gebäude Installation“ verrät VIZ-Präsident Dipl.-Btw. Reinhold W. Scheuchl, mit welchen Maßnahmen er den Verband der Installateur-Zulieferindustrie als „One-Stop-Shop“ für die SHK-Branche positionieren will.

In diesem Jahr wurde der Verband der Installations-Zulieferindustrie (VIZ) zehn Jahre alt. Warum wurde er damals gegründet, und was waren seither aus Ihrer Sicht die wichtigsten Milestones?

Der Grundstein für den VIZ wurde 2003 gelegt. Zu einem Zeitpunkt, als es in der SHK-Branche lediglich die Vereinigung Österreichischer Kessellieferanten (VÖK) und die Arbeitsgemeinschaft Sanitärindustrie (ASI) gab. Letztere war jedoch gerade aufgrund wettbewerbsrechtlicher Probleme in Auflösung begriffen. Somit fehlte eine konstruktive Gesprächsplattform für Industrieunternehmen abseits der Heizungsindustrie. Gleichzeitig ist damals eine Gruppe von Erzeugern an mich herangetreten, die einen Weg gesucht haben, den Installateur bei Verkauf und Einbau ihrer Produkte noch besser unterstützen zu können. Bei einem Gespräch mit dem damaligen Bundesinnungsmeister Kommerzialrat Wilfried Kugler ist daher das Konzept des VIZ entstanden. Bereits ein Jahr später – auf der Aquatherm 2004 – konnte der Verband als Interessenvereinigung für all jene Unternehmen, die vorwiegend hinter der Wand aktiv sind, präsentiert werden. 

Vorrangiges Ziel war damals, vor allem in Sachen Messewesen koordiniert mit einer Stimme auftreten zu können. Als Milestone zählt zweifelsfrei die von uns gemeinsam mit der Bundesinnung entwickelte Gewährleistungsvereinbarung. Erstmals gab es damit Rechtssicherheit für alle Beteiligten – sowohl für die Industrie als auch für den Installateur, inklusive Schiedsgerichtsfunktion durch die Bundesinnung. 

Wie viele der theoretisch möglichen Mitglieder haben Sie bisher an Bord? Wo sehen Sie die kritische Masse für maximale Schlagkraft?

Aktuell haben wir 20 Mitglieder. Wenn wir jene Unternehmen nicht berücksichtigen, die sich aufgrund strenger interner Konzernrichtlinien an Verbänden nicht beteiligen dürfen, haben wir damit rund 50 Prozent der heimischen Zulieferindustrie an Bord. Maximal zufrieden sind wir natürlich erst, wenn wir alle von den Vorteilen einer Mitgliedschaft überzeugt haben. 

Was kann ein Mitglied vom VIZ erwarten?

In den vergangenen Jahren haben wir verstärkt daran gearbeitet, uns intern schlagkräftig zu strukturieren und Bedarfsanalysen zu erstellen. Dieser Prozess ist nun abgeschlossen. Im vergangenen Jahr haben wir daher begonnen, diese Erkenntnisse umzusetzen, was eine Nachjustierung unserer Positionierung gebracht hat. Es wurde nicht nur ein neues Verbandsleitbild entwickelt, sondern auch das Logo emotional besetzt. VIZ soll für Vertrauen, Information und Zukunft stehen. Und unsere Aufgabe ist es nun, dies mit entsprechenden Maßnahmen zu unterstreichen. Wir stehen kurz vor Fertigstellung unserer neuen Corporate Identity inklusive eines neuen Logos und umfassenden Internetauftritts. Unsere Website soll künftig zur bevorzugten Anlaufstelle werden, wenn es um Services für den Installateur geht. Geplant ist unter anderem eine Plattform für Angebot und Nachfrage von qualifiziertem Fachpersonal sowie ein sogenannter „Deeplink“-Bereich, der zu sämtlichen Betriebsanleitungen und Fachinformationen aller Produkte unserer Mitglieder führt. Weiters werden Schulungsangebote und Seminare übersichtlich aufgelistet zu finden sein und vieles mehr. 

Was die emotionalen Claims „Information“ und „Zukunft“ betrifft, haben wir bereits einiges an Vorarbeit geleistet, um als jene Gruppe auftreten zu können, die künftige Trends aufzeigt. Konkret haben wir dazu eine Studie in Auftrag gegeben, die die gesamte Branche intensiv durchleuchtet. Bei dieser großangelegten Marktbefragung haben wir rund 600 heimische Installateure und Industrieunternehmen intensiv befragt. In jeweils 20-minütigen Interviews konnte derart nicht nur ein repräsentativer Status quo eingeholt werden, sondern wir sind nun auch in der Lage, entsprechende Trends aufzuzeigen. Denn die Fragestellung betraf vor allem volkswirtschaftliche Rahmenbedingungen quer durch die gesamte SHK-Branche – heruntergebrochen auf 60 Warengruppen und sogar in einzelne Regionen geclustert. Diese große Umfrage wollen wir nun ab sofort nicht nur jährlich wiederholen, sondern zusätzlich auch quartalsweise updaten, um so rasch auf plötzliche Marktveränderungen reagieren zu können.

Und diese Infos stehen Ihren Mitgliedern exklusiv zur Verfügung?

Einen Teil der Ergebnisse dieser großen Umfrage werden wir einmal jährlich im Rahmen eines VIZ-Trendkongresses, für den Nicht-VIZ-Mitglieder einen Kostenbeitrag leisten müssen, der Öffentlichkeit vorstellen. Ziel ist es, anhand unserer Erhebungen den künftigen Herausforderungen besser begegnen zu können und ein koordiniertes Vorgehen mittels klarer Fakten zu unterstützen. Die komplette Trendanalyse inklusive aller aufschlussreichen Detailergebnisse – immerhin ist die Marktbefragung mehr als 200 Seiten schwer – erhalten jedoch nur unsere Mitglieder.

Was kostet eine VIZ-Mitgliedschaft?

Die Kosten liegen bei 1.500 Euro jährlich, egal wie groß das Mitgliedsunternehmen ist. Auch das Stimmrecht ist größenunabhängig für alle gleich. Wir haben die Mitgliedsbeiträge moderat gehalten, dafür erwarten wir aber im Gegenzug eine aktive Mitarbeit aller beteiligten Unternehmen. Derart können wir unsere Struktur schlank halten und verfügen dennoch über eine maximale Hebelkraft bei unseren Maßnahmen. 
 
Bis wann soll Ihr Internetauftritt online sein?

Wir gehen davon aus, dass wir unsere neue Homepage im Sommer freischalten können. Natürlich werden wir aber auch noch danach laufend unser Angebot erweitern und perfektionieren – diese Arbeit wird also nie abgeschlossen sein. 

Was sind die mittel- und langfristigen Ziele des VIZ?

Neben unserem Ziel als Trendscout wollen wir auch die Nachwuchsarbeit im Gewerbe unterstützen, indem wir unseren Mitgliedsunternehmen für ihre Vorträge und Informationsveranstaltungen an den einschlägigen Berufsschulen und Fachhochschulen standardisierte Schulungsunterlagen in Form von Konzeptgerüsten zur Verfügung stellen. Diese werden auf den jeweiligen Lehrplan abgestimmt sein. Fest steht, dass wir ohne eine massive Offensive in der Rekrutierung von qualifiziertem Nachwuchs schon bald unser unterstes Verfügbarkeitslimit erreicht haben. Wir sind daher natürlich bestrebt, auch gemeinsam mit der Innung weitere Maßnahmen zur Attraktivierung des SHK-Technikerberufes zu setzen. Angedacht ist zudem ein jährlicher Innovationspreis, der unsere Branche nicht nur mit neuen Produkten und Ideen stimulieren soll, sondern der auch aufzeigt, wie viel Innovationskraft in unseren Gewerken steckt. 
 
Inwiefern ist eine Zusammenarbeit mit den anderen Branchenverbänden geplant?

Jeder Verband und jede Gruppierung ist uns natürlich willkommen, der/die uns bei der Umsetzung unserer Ziele unterstützt, wie etwa der VÖK, mit dem wir bereits konkret zusammenarbeiten. 

Mit Jahresbeginn hat sich der Verband zu einer Medienpartnerschaft mit der „Gebäude Installation“ entschieden. Wie wird diese Zusammenarbeit konkret aussehen?

Die Medienkooperation mit dem Magazin „Gebäude Installation“ war von den zur Auswahl stehenden Optionen für uns zweifelsfrei die beste Wahl. Denn der Wirtschaftsverlag bietet uns mit dem Fachmagazin „Gebäude Installation“ nicht nur eine perfekte Plattform, um unsere Maßnahmen nach außen zu transportieren, sondern ist für uns auch ein „One-Stop-Shop“ für alle Bereiche der Öffentlichkeitsarbeit. Das beginnt bei der Unterstützung für die Erstellung von Druckwerken und Marketingmaßnahmen und geht bis hin zur Organisation und Umsetzung unserer Veranstaltungen und Kongresse – wie etwa dem bereits in der Vorbereitung befindlichen nächsten Trendkongress. Aktivitäten, die wir mit unseren Verbandsressourcen nicht umsetzen könnten. Und wir haben viel vor. Standen die letzten zehn Jahre im Zeichen der internen Strukturierung, wollen wir in den nächsten zehn unsere Serviceleistungen nach außen kommunizieren – frei nach dem Motto „Tue Gutes und sprich darüber“.

Auch Ihre Leser werden diesen Mehrwert rasch erkennen! Zum einen werden wir in der „Gebäude Installation“ regelmäßig Auszüge aus der eingangs erwähnten Studie veröffentlichen, und zum anderen startet mit der nächsten Ausgabe eine VIZ-Serie, in der wir dem Installateur zahlreiche Tipps weitergeben, wie er seine qualitativ hochwertige Facharbeit auch verkaufstechnisch entsprechend hochwertig vermarkten kann. Ausgabe für Ausgabe wächst derart ein „Argumentarium“ heran, mit dem der Installateur selbst bei hartnäckigen Kunden – „bewaffnet“ mit Billigpreisen aus dem Internet – stets das passende Argument parat hat und der Endpreis beim Angebot plötzlich nicht mehr das wichtigste Entscheidungskriterium ist.


Trends erforschen

Im Auftrag des Verbands der Installations-Zulieferindustrie hat die etablierte Unternehmensberatung Querschiesser eine Trendstudie erstellt, die die heimische SHK-Branche faktentechnisch umfassend darstellt. Mehr als 600 Installateure und Unternehmer wurden dafür in knapp halbstündigen Interviews befragt. Die Ergebnisse wurden auf mehr als 200 Seiten zusammengefasst. Mit den nachfolgenden Charts liefern wir Ihnen in der vorliegenden Ausgabe erstmal einen groben Überblick. Über ausgewählte Details dieser Erhebung lesen Sie dann ab der nächsten Ausgabe. 


Ing. Kersten Viehmann, Plattformleiter „Bau“, Wirtschaftsverlag 

Die Medienkooperation zwischen dem Verband der Installations-Zulieferindustrie (VIZ) und der „Gebäude Installation“ („GI“) ist eine für beide Partner sinnvolle und 
nutzbringende Zusammenarbeit. 
Bereits ab der nächsten Ausgabe findet die gemeinsame Zielgruppe – der Installateur – nützliche Hinweise für den Verkauf seiner Leistung und Produkte. Dieser Punkt wird ab sofort regelmäßig in der „GI“ erscheinen und einen direkten Nutzen für die Leser bringen. Damit tritt der Qualitätsfachjournalismus, dem sich die „GI“ verschrieben hat, in eine neue nachhaltige Berichterstattung. In diesem Sinne wünschen wir unseren Lesern, dass sie aus der „GI“ viel Mehrwert ziehen können.

Autor/in:
Christian Klobucsar
Werbung

Weiterführende Themen

Sanitär
20.08.2014

In Zusammenarbeit mit dem Verband der Installationszulieferndustrie (VIZ) liefert Ihnen die „Gebäude Installation“ in jeder Ausgabe Argumente, die vor allem der grassierenden „Rabattitis“ den ...

Aktuelles
05.05.2014

Wer im Verkaufsgespräch auf Kundeneinwände nicht die passende Antwort parat hat, wird den Auftrag in der Regel nicht an Land ziehen. 

Aktuelles
11.03.2014

Wer im Verkaufsgespräch auf Kundeneinwände nicht die passende Antwort parat hat, wird den Auftrag in der Regel nicht an Land ziehen. Viele Gewerbebetriebe resignieren etwa, sobald der potenzielle ...

Werbung