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Viega stärkt Standort in Österreich

Der globale Systemanbieter mit Sitz im deutschen Attendorn hat am 9. Juli im Rahmen eines feierlichen Spatenstichs vor zahlreichen Ehrengästen den Grundstein zur neuen Niederlassung in Attersee gelegt.

Das Millionen-Objekt ist integral geplant und wird mit dem Planungswerkzeug BIM (Building Information Modeling) konsequent entlang eines digitalen Modells realisiert. Dazu gehört unter anderem die Betrachtung des Gebäudes und seiner Nutzungsanforderungen über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) zeichnete den über 3.000 Quadratmeter großen Neubau für seine technische und ökologische Qualität mit dem Vorzertifikat in „Platin“ aus. Darüber hinaus strebt Viega den „Gebäudestandard Gold“ als höchste Auszeichnung der österreichischen Regierungsinitiative „klimaaktiv“ an.  

Walter Viegener, Vorsitzender der Geschäftsführung der Viega Holding GmbH & Co. KG, betonte im Rahmen des Spatenstichs den großen Stellenwert der Investition für die weltweit agierende Viega-Gruppe: „Seit Jahrzehnten sind wir in Österreich aktiv – und dynamisch gewachsen. Inzwischen ist Österreich für uns nach Deutschland der erfolgreichste Markt Europas.“ Christian Rüsche, Geschäftsführer der Viega GmbH, Österreich, unterstrich die Verantwortung, in der sich das Unternehmen beim Bau des Seminarcenters mit Blick auf die Planer und Installateure sieht: „Die Welt der Haustechnik wird immer komplexer, das Streben nach Energieeffizienz immer ehrgeiziger. Die Vielseitigkeit unseres Sortiments innovativer Installationstechnik mit rund 17.000 Produkten ist dafür ein Beleg. Deshalb wächst in unserer Branche der Bedarf an Fachwissen und Schulung“, so Rüsche. 

Allerdings sei der derzeitige Standort in Seewalchen am Attersee in jeder Hinsicht an seine Kapazitätsgrenzen gestoßen, erklärte Christian Rüsche weiter. Mit rund 1.000 Besuchern pro Jahr gelte das vor allem für das Viega-Seminarcenter. Der über 3.000 Quadratmeter große Neubau unweit der aktuellen Adresse ermögliche aber bald, die Schulungskapazitäten zu verdoppeln.

Das Bauprojekt in Attersee am Attersee reiht sich in ein umfassendes Wachstumsprogramm ein, mit dem Viega seine Standorte in den USA, Europa, Deutschland, China und Indien auch in der jüngsten Vergangenheit ausgebaut hat. Hinzu kommen 21 Seminarcenter weltweit. Insgesamt beschäftigt die Viega-Gruppe international über 4.000 Mitarbeiter.

Schulungsangebot und Schulungsqualität ausgebaut 
Ziel des neuen Seminarcenters in Attersee am Attersee sei es aber nicht nur, die Zahl der Seminarangebote zu erhöhen, sondern auch die Qualität der Schulungen nochmals zu steigern, so Claus Holst-Gydesen, Vorsitzender der Geschäftsführung der Viega Holding GmbH & Co. KG: „Der gelebte Viega-Service, von der Beratung durch unseren Außendienst beim Kunden über die termingerechte Lieferung der Ware bis hin zu den Schulungen, ist in der Branche ein wichtiges Herausstellungsmerkmal.“ Die rasante technische Entwicklung bei Produkten und Systemlösungen sowie der Fachkräftemangel werden auch in Österreich die zentralen Herausforderungen der Zukunft sein, stellte Holst-Gydesen fest. „Unsere praxisorientierten Seminare in dem neuen Gebäude sollen Planer und Installateure für die anspruchsvollen Aufgaben ihrer täglichen Arbeit noch besser qualifizieren“, erklärte er bei seiner Festrede zum Spatenstich. „Das neue Seminarcenter wird selbst zum Seminarinhalt. Alle im Gebäude ablaufenden Prozesse unterliegen einem lückenlosen Monitoring, das wir, wo immer es möglich ist, für unsere Gäste sichtbar machen“, skizzierte Holst-Gydesen erste Eindrücke des Neubaus.

Am digitalen Modell nachhaltig geplant – und dafür ausgezeichnet
Der Viega-Neubau in Attersee am Attersee wurde konsequent integral nach der Planungsmethodik BIM entlang eines digitalen Modells entwickelt. Die Konsequenz zeigt sich insbesondere in der durchgängigen Anwendung, denn nicht nur die Planung, sondern auch die Bauausführung und der spätere Gebäudebetrieb erfolgen nach BIM. Die dabei zugrunde gelegte Detailtiefe über sämtliche Gewerke hinweg ist außergewöhnlich. Für die Baubranche ist das dreigeschossige Objekt dadurch ein wichtiges Referenzprojekt, bei dem neben den originären Nutzungsvorgaben schon die sozialen, ökologischen und ökonomischen Anforderungen über den gesamten Lebenszyklus hinweg berücksichtigt wurden. Im Ergebnis konnte der Neubau derart optimiert werden, dass er im Jahresmittel dank Erträgen aus Photovoltaik, Solar- und Geothermie in Verbindung mit entsprechend niedrigen Verbräuchen einen Energieüberschuss erzielen wird.

Damit erreichte dieses Neubauprojekt eine Rekordpunktzahl gemäß den Anforderungen der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) und wurde bereits mit dem Vorzertifikat in „Platin“ ausgezeichnet. Im Rahmen der Feierlichkeiten überreichte Erich Benischek vom Präsidium der Österreichischen Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI) das Vorzertifikat an Walter Viegener und Claus Holst-Gydesen. Dabei unterstrich er das hohe Leistungsniveau des Neubaus in Attersee am Attersee: „Ziel der ÖGNI ist es, den Mehrwert von Gebäudezertifizierungen aufzuzeigen, um umwelt- und ressourcenschonende Gebäude mit hoher wirtschaftlicher und sozialer Effizienz zu schaffen. Dafür nutzen wir als Kooperationspartner der DGNB deren Zertifizierungssystem. Und hier ist der Viega-Neubau wirklich ein bemerkenswertes Vorzeigeprojekt.“

Über diese Auszeichnung hinaus strebt Viega die von der Regierung initiierte „klimaaktiv“-Auszeichnung „Gebäudestandard Gold“ an. 
Die Fertigstellung des neuen Viega-Standorts in Attersee ist für Herbst 2020 vorgesehen.

Autor/in:
Redaktion Gebäudeinstallation

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