Direkt zum Inhalt

Wasserversorgung läuft auf Hochtouren

18.07.2017

Trotz lokaler Verbrauchsspitzen durch die Bewässerung von Gärten und Swimmingpools ist laut dem ÖVGW die Versorgung der Bevölkerung mit qualitativ hochwertigem Trinkwasser in Österreich auch bei anhaltender Hitze großflächig gesichert.

Die heimischen Wasserversorger sind auf Trockenzeiten gut vorbereitet und verfügen über große Wasserressourcen in erstklassiger Qualität. „Extreme Wetterlagen mit langanhaltender Trockenheit und Hitzeperioden sind für die Wasserversorger eine Herausforderung. Vor allem bei Hitzewellen steigt der Wasserbedarf und es kommt zu enormen Spitzenverbräuchen. Die Wasserversorger haben ihre Hausaufgaben gemacht und sind für Hitzeperioden bestens gerüstet, das haben die letzten Tage und Wochen klar gezeigt“, so Franz Dinhobl, Vize-Präsident und Sprecher des Wasserfaches der Österreichischen Vereinigung für das Gas- und Wasserfach (ÖVGW).

Die Basis für die durchgehende Wasserversorgung von über acht Millionen Österreicherinnen und Österreichern wurde durch eine seit Generationen etablierte, nachhaltige Ressourcenbewirtschaftung und vorausschauende Planung geschaffen. Jährlich fließen etwa 300 Millionen Euro in die Realisierung, Erneuerung und Instandhaltung der Wasserversorgungsanlagen. Fördermitteln von Bund und Ländern kommt dabei besondere Bedeutung zu.

Spitzenverbräuche aufgrund von Gartenbewässerung und Poolfüllungen
Österreich ist eines der wasserreichsten Länder Europas. Nur etwa ein Prozent der vorhandenen Wasserressourcen wird für die Trinkwasserversorgung verwendet. Der durchschnittliche Wasserkonsum der österreichischen Bevölkerung liegt bei etwa 130 Litern pro Tag und Kopf. In den Sommermonaten steigt bei anhaltender Hitze der Tagesbedarf oft erheblich. Grund dafür sind vor allem die Bewässerung von Gärten und das Befüllen privater Swimmingpools, die in Österreich immer mehr verbreitet sind. Dies kann bei kleineren Wasserversorgungen bis zum 4-fachen des Normalverbrauchs und damit zu lokalen, zeitlich begrenzten Versorgungsengpässen führen.

Die Zahl der Hitzewellen-Tage hat in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen. Seit Mitte der 1980er-Jahre kann ein markanter Anstieg der jährlichen Sonnenscheindauer beobachtet werden. Die heißen und trockenen Sommer der Jahre 2003, 2013, 2015 und sichtlich auch 2017 werden in einigen Regionen Österreichs zur Regel werden. „Die Wasserversorgungsunternehmen haben aus den Erfahrungen der letzten Jahre die richtigen Schlüsse gezogen. Die Anpassungen, die seither getroffen wurden, haben sich bewährt. Kam es beispielsweise 2003 vereinzelt noch zu Wasserknappheit, funktioniert die Wasserversorgung heute − unter anderem durch überregionale Versorgungsleitungen − selbst in trockenen Regionen sehr gut“, so Franz Dinhobl. Lokale Ausnahmen sind bei andauernder Hitze aber auch heuer möglich, vor allem dort, wo nach einem trockenen Winter und Frühjahr der Grundwasserspiegel auf niedrigem Niveau ist.

Herausforderungen für das Wasserland Österreich
Die ÖVGW verfolgt die klimatischen Entwicklungen jedenfalls seit Jahren genau und zum Teil mit wachsender Sorge. Franz Dinhobl: „Auch in Zukunft werden hohe Investitionen in die Erweiterung der Anlagenkapazitäten sowie die Erschließung neuer Ressourcen notwendig sein. Gerade diese Neuerschließungen werden aber zunehmend schwieriger, da Grundeigentümer eventuelle Auflagen zum Schutz des Grundwassers fürchten“.

Zunehmend ist zu bemerken, dass die Belastung von Ressourcen mit Nitrat und Pestiziden zu erheblichen Problemen führt, da diese dann eventuell nicht mehr zu 100 % nutzbar sind. „Gerade hier erwarten wir seitens der Politik mehr Unterstützung als bisher. Die bestehenden gesetzlichen Möglichkeiten zum Schutz der Wasserressourcen müssen durchgesetzt werden“, fordert Franz Dinhobl und weiter: „Die Behörden müssen dazu ihre Verantwortung umfassend wahrnehmen und nicht auf die Handlungsmöglichkeiten der jeweils anderen Behörden hinweisen“.

Wasserversorger genießen hohes Vertrauen in der Bevölkerung
Dass Österreich sich im internationalen Vergleich in der privilegierten Lage einer ausgezeichneten Trinkwasserversorgung befindet, nimmt auch die Bevölkerung so wahr. Laut der aktuellen ÖVGW-Studie „AQA-Wasserreport“ beurteilen rund 90 % der Österreicherinnen und Österreicher die Qualität des Leitungswassers mit sehr gut oder gut, 65 % sind mit den Leistungen ihres Wasserversorgers sehr zufrieden. Der eigene Wasserversorger genießt höchstes Vertrauen bei allen Fragen rund um die Wasserqualität.

Autor/in:
Redaktion Gebäudeinstallation
Werbung

Weiterführende Themen

Sanitär
29.06.2020

Mit einem österreichweiten Gewinnspiel und einer lohnenden Eintausch-Aktion setzt Geberit derzeit einen AquaClean Verkaufs-Schwerpunkt.

Mit dem BIM (Buildign Information Modeling) geht Wilo in die digitale Offensive.
Aktuelles
25.06.2020

Dass Aufgabenbereiche immer weiter digitalisiert werden, erkennt auch Wilo. Der Dortmunder Technologiespezialist geht jetzt mit einem neuen Building Information Modelling (BIM) Portal zur ...

Aktuelles
25.06.2020

Am 16. Juni traf sich die Trägerschaft als auch der Messebeirat der ISH, um die Markt- und Branchensituation zu diskutieren. Conclusio vorweg: Die ISH wird wie geplant vom 22. bis 26. März 2021 ( ...

Die BIE wird 2020 nicht stattfinden. Neuer Termin: 8. bis 11. März 2022.
Aktuelles
22.06.2020

Nach der Chillventa, die von diesem Jahr auf 2022 verschoben wurde, wird auch die MCE Mostra Convegno erst wieder 2022 in Mailand stattfinden.

Die Austria Email Gruppe verzeichnete 2019 einen Rekordumsatz.
Aktuelles
17.06.2020

In der ersten digitalen Hauptversammlung konnte sich die Austria Email Gruppe über einen Jahresumsatz von 3,5 Mio. Euro freuen. Das sind knapp 6 Millionen Euro mehr als noch 2018. 

 

Werbung