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Wenig Veränderungen bei Insolvenzen

19.06.2019

Die Insolvenzstatistik des ersten Halbjahres 2019 zeigt nahezu ein Bild des Stillstands mit lediglich einem Plus von 0,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.

Der KSV 1870 ist überzeugt, dass sich Konjunktur und niedrige Zinsen positiv auf die Geschäftslage der heimischen Unternehmen auswirken. Im ersten Halbjahr sind insgesamt 2.587 Unternehmen insolvent geworden. Das entspricht dem Vorjahreswert von 2.584 Firmen. Ein kleines Plus von einem Prozent bei den Eröffnungen wird durch ein Minus von 1,2 % der mangels Vermögens nicht eröffneten Verfahren aufgewogen. Die betroffenen Verbindlichkeiten lagen mit 895 Millionen Euro etwa ein Prozent unter 2018, wogegen die 8.300 betroffenen Dienstnehmer fast zehn Prozent unter dem Vergleichszeitraum 2018 liegen. 

Chance auf Unternehmens-Sanierung

Dass die eröffneten Verfahren minimal auf Kosten der nicht eröffneten Verfahren zugenommen haben, ist immerhin als weiterer kleiner Erfolg zu verbuchen: Denn jede Eröffnung bedeutetet für den Unternehmer eine Chance auf Sanierung des Unternehmens, und für die Gläubiger die Chance auf Quotenzahlungen in einem geordneten Umfeld. Für die Allgemeinheit und die Wirtschaft als Ganzes sind Eröffnungen ein Hygienefaktor der Sonderklasse: Schlecht wirtschaftende Betriebe werden geschlossen und verlassen den Markt, eventuell anfechtbare Handlungen werden recherchiert und korrigiert. 

 

Autor/in:
Bettina Kreuter
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