Direkt zum Inhalt
 

Das Waldbiomassekraftwerk Simmering ist das größte Holzheizkraftwerk Österreichs.

Wien setzt noch nicht auf Erneuerbare

08.08.2018

Auch wenn die Wiener beim Energiesparen die Nase vorne haben, so gibt es in punkto Erneuerbare Energien doch noch einiges an Aufholbedarf. Davon ist der Österreichische Biomasseverband überzeugt.

Der Bioenergie-Atlas des Österreichischen Biomasseverbandes zeigt den Unterschied zwischen Wien und dem Rest von Österreich: Während der Energieverbrauch in der Bundeshauptstadt pro Kopf seit 2005 um 20 Prozent gesunken ist, sparen die Österreicher sonst durchschnittlich nur sechs Prozent ein. Zurückgegangen ist auch der absolute Energieverbrauch der Stadt ging seit 2005 um 11 Prozent zurück, wohingegen er in der gesamten Republik etwa unverändert geblieben ist.

Pro Kopf verbrauchen die Wiener mit Abstand am wenigsten Energie unter allen Bundesländern: 22.500 kWh sind nur die Hälfte des durchschnittlichen Energieverbrauchs in Österreich. Als Großstadt profitiert Wien davon, dass dichte Siedlungsformen generell weniger Energiebedarf für Mobilität oder Raumwärme bedingen. Im stark industrialisierten Oberösterreich zum Beispiel ist der Pro-Kopf-Verbrauch rechnerisch fast dreimal so hoch wie in Wien.

Letzter Platz bei Erneuerbaren

Beim Einsatz von erneuerbaren Energien ist Wien aber alles andere als Spitzenreiter: Mit einem Anteil von 9,1 Prozent erneuerbarer Energien landet Wien im Bundesländervergleich weit abgeschlagen auf dem letzten Platz. Österreich hat im Schnitt einen Anteil von 33,5 % erneuerbarer Energien am Energieverbrauch. Auch Oberösterreich als Vorletzter bringt es auf fast 30 Prozent. Die Tendenz ist für Wien ebenfalls negativ, 2011 und 2015 lag der Anteil bei 10,1 Prozent, seitdem hat sich die Hauptstadt um einen Prozentpunkt verschlechtert.

Einsatz verdoppeln

Wien plant in seiner Rahmenstrategie, den Anteil erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch bis 2020 von 9 auf 20 Prozent zu steigern. Bis 2050 soll die Hälfte des Energieverbrauchs aus erneuerbaren Energien gedeckt werden. Diese Bestrebungen unterstützt der Entwurf der neuen Wiener Bauordnung, der in Neubauten den Einbau von Ölkesseln verbietet und für Sanierungen die Dämmung der obersten Geschoßdecke vorschreibt. Die neue Bauordnung soll im Herbst beschlossen werden.

Autor/in:
Bettina Kreuter
Werbung

Weiterführende Themen

Aktuelles
07.03.2018

Der Österreichische Biomasse-Verband hat auch heuer alle Landesförderungen für den Einbau von Holzheizungen erhoben und stellt die Ergebnisse samt Kontaktadressen online zur Verfügung.

Messestand-Besuch von Bundesminister Andrä Rupprechter (2. v.li.). Weitere Personen (v.li.): Christoph Pfemeter, Geschäftsführer des Österreichischen Biomasse-Verbandes, Ludwig Mayrhofer, Obmann des Biomasseverbandes OÖ sowie Matthias Raschka, Geschäftsführer des Biomasseverbandes OÖ.
Aktuelles
12.04.2017

Der Österreichische Biomasse-Verband hat alle Landesförderungen für den Einbau von Biomasse-Heizanlagen für Eigenheime und Eigenheimsanierungen recherchiert und in einer Förderübersicht ...

Aktuelles
13.06.2016

15 Mannschaften stimmten sich auf die Europameisterschaft und Energiewende ein. Bereits zum dritten Male trugen die Branchen-Mitglieder der erneuerbaren Energien den EnergiewendeCup auf ...

600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen zum 19. Österreichischen Biomassetag.
Aktuelles
16.11.2015

Mit insgesamt 600 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist der 19. Österreichische Biomassetag, der unter dem Motto „Kreisläufe schließen“ vom 28. bis 29. Oktober in Bruck an der Mur stattgefunden hat, ...

Aktuelles
15.10.2015

Unter dem Motto „Kreisläufe schließen“ findet am 28. und 29. Oktober in der Försterschule Bruck/Mur der 19. Österreichische Biomassetag statt, der vom Österreichischen Biomasse-Verband mit ...

Werbung