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Lehrstellen sind in Österreich immer schwerer zu besetzen.

WKÖ will Fachkräfteoffensive starten

03.05.2018

Auch wenn die Arbeitslosigkeit in Österreich zurückgeht, so bleiben doch tausende Lehrstellen unbesetzt. Fachkräfte werden weiter dringend gesucht.Fast 20.000 Lehrstellen sind zu vergeben.

Die Suche nach den passenden Lehrlingen wird immer schwieriger. Wenn man die sofort (4.980) und nicht sofort (14.472) verfügbaren offenen Lehrstellen zusammenrechnet, so standen dem AMS Ende April 19.452 offene Lehrstellen zur Besetzung zur Verfügung.
"Die Betriebe beginnen mit der Suche der geeigneten Lehrlinge immer früher, zumeist schon am Jahresbeginn, obwohl die Lehrplätze erst im Herbst frei werden. Diese Zahl an nicht sofort verfügbaren offenen Lehrstellen wird in der öffentlichen Diskussion gerne vergessen", weiß Dazu Martin Gleitsmann, Arbeitsmarktexperte der WKÖ.

Ost-West-Gefälle auch bei Lehrstellen

Oft scheitert die Besetzung an nicht korrespondierenden Berufswünschen oder am bekannten Ost-West-Gefälle. Das heißt einer großen Zahl an Lehrstellensuchenden im Osten steht eine Vielzahl an unbesetzten offenen Lehrstellen im Westen gegenüber. 
Zudem zeigt ein erst kürzlich von Eurostat veröffentlichter Vergleich der Arbeitslosenquoten nach Regionen, dass die regionalen Unterschiede in Österreich vergleichsweise hoch sind. Die Arbeitsmarktchancen sind in den ländlichen Regionen derzeit besonders gut. „Jetzt müssen wir alle Kräfte bündeln, die vielen offenen Stellen vor allem auch im ländlichen Raum zu besetzen. Der Mangel an Fachkräften darf zu keiner Wachstumsbremse werden. Die im Regierungsprogramm verankerte Fachkräfteoffensive nach deutschem Vorbild sollte jedenfalls rasch umgesetzt werden,“ appelliert Gleitsmann.

Autor/in:
Redaktion Gebäudeinstallation
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